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17.9.2017 Schatzsuche in Hoyerswerda

Wir waren drei Teamleiter und sieben Neulingen – als Freibeuter Gottes auf Kaperfahrt um den Schätzen, für die Jesus Christus mit seinem Blut bezahlt hat, den Weg in den Himmel zu weisen. Autorisiert, die Hölle zu plündern.
Nachdem auch die letzte Schatzkarte ausgefüllt war ging´s los. Der erste Schatz – der Fotograf des Gruppenfotos – war einer von zwei „Zeugen Jehovas“. Als wir im Namen Jesu für sie beten wollten, hatten sie es sehr eilig. Auf dem Weg von der Brücke zur Kirche entdeckten wir „Sascha“ (Name geändert – stand Original auf einer Schatzkarte) und ihre Tochter Leoni. Als wir für Leoni beteten, dass Sie den richtigen Partner findet und es schafft zu warten, bis der Richtige kommt, stiegen ihrer Mutter (sie war der Schatz) Tränen in die Augen. Sascha war anscheinend an den Falschen geraten und ihr Herz wurde tief verletzt. Wir durften sie trösten und ihr sagen, dass sie einen Vati im Himmel hat, der sie unendlich liebt. Dann gab es eine Runde Tränen für Alle.
An der Kirche entdeckten wir einen „traurigen Mann“ (Schatzkarte) mit seiner Tochter. Als er erfuhr, dass er Gottes Schatz ist und dass wir für ihn beten möchten, drehte er sich schweigend um und ging weg. Wir sollten nicht sehen, wie bitterlich er weinte. Aber wir konnten es hören. Seine kleine Tochter rief ihm noch nach: „Vati, lass doch für dich beten.“ Aber er ging weiter. Mit Tränen in den Augen segneten wir ihn in einiger Entfernung.
Zurück auf dem Marktplatz, entdeckten wir eine ältere Dame. Sie kam gerade von einem Besuch bei ihrem Mann im Pflegeheim. Sie war sichtlich am Ende ihrer Kräfte. Wir durften zwar für Sie beten, aber sie hatte große Vorbehalte gegen Gott. Einige Schätze waren sehr abweisend, also segneten wir sie ohne dass sie dabei waren.
Besonders wertvoll: Viele der neuen Schatzsucher waren erstaunt, dass sowas wirklich funktioniert. Trotz der Tränen hat es irgendwie doch Spaß gemacht. Ein echtes Abenteuer mit vielen Emotionen. Wir wissen: „Wer mit Tränen sät, wird mit Freuden ernten. Weinend gehen sie hin und streuen die Saat aus, jubelnd kommen sie heim und tragen ihre Garben.“ (Psalm 126, 5+6) Wenn wir nichts zu lachen haben, wer dann? Und das war erst der Anfang. Die nächste Schatzsuche kommt bestimmt.
Ingo Hartmann

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