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Herzenssache…

…es kostet mich heute etwas Mut, denn meistens braucht es das, sobald es ums „Herz“ geht.
Gebetszeiten sind kostbare Zeiten – von Herz zu Herz mit dem lebendigen Gott! Besonders schätze ich dabei inzwischen ausgedehnte Walkingrunden allein im Wald – nur Gott hört zu (…und vielleicht ein paar Vögel…). Dabei hatte ich in jüngster Zeit mehrfach das besondere Erleben des Heiligen Geistes…plötzlich eine riesengroße Freude im Herzen – unbeschreiblich. Und wiederholt die praktische Auswirkung „…die Freude des Herrn ist Eure Stärke…“ – plötzlich geht es ganz leicht, Menschen mit Gott in Berührung zu bringen, ganze Familien, Gruppen, einmal ungefähr 10 Mädels beim Junggesellinnenabschied – „wir haben Spaß“ ist daher zurecht die Überschrift zur Schatzsuche!
Das ist umkämpft.
Angefüllt, voller Freude, ein wunderbarer Tag…nachmittags fahre ich zum Recyclinghof, auf dem Rückweg kommt mir ein Kleinbus entgegen. Statt ihm freundlich Platz zu machen bestehe ich auf mein Vorfahrtsrecht, es entsteht eine eher testosterongesteuerte Situation – die Freude ist weg. Ich spüre sehr schnell meinen (unrühmlichen) Fehler, bete um Vergebung und vergebe auch dem anderen Fahrer…die Freude ist immer noch weg. Später bete ich mit meiner Frau zusammen. Leichtigkeit, Frieden, Freude kommen wieder. Paulus schreibt nicht von ungefähr: „…seht zu, dass Euer Herz nicht verhärtet wird durch Betrug der Sünde…“. Jede Sünde enthält immer den Bestandteil „Betrug“ und das macht das Herz hart und verhindert Freude. Dabei entscheidet sich im Herzen was von Gott her ankommt und was zu andern Menschen weiter fließt – es ist Dreh- und Angelpunkt. Danke Jesus für Vergebung…danke Heiliger Geist, dass Du das Herz weichspülst…der Boden für mehr: Letzten Samstag 5 Minuten vor 18.00 Uhr (Schatzsucheende) sehen wir in einiger Entfernung einen Mann mit Blindenstock und gelbem Sticker mit 3 schwarzen Punkten (Schatzkarte). Wir müssen da unbedingt noch hin. Martin (Name geändert) war sehr freundlich, aber auch total sauer auf Gott. Er hatte eine schwere Operation nur knapp überlebt –  jetzt ist er blind. Es entsteht eine sehr „dichte“ Situation in der Gegenwart Gottes. Ich darf seine Hand halten…für ihn beten…ich sehe nur noch ihn…es geht um sein Herz…auch seine Augen. Es war so „dicht“; Silvio sagte nachher, dass Martin Mühe hatte auf den Beinen zu bleiben…der Wohltäter Heiliger Geist war da! Nachdem wir uns getrennt hatten, konnte ich fast nicht mehr reden…und –  peinlich: ich heulte auf offener Straße. War es Erschöpfung oder hat Gott mir Anteil an seinen Emotionen gegeben…ich weiß es nicht…aber ich weiß, dass Kraft Gottes da war! Weil es Herzenssache ist, werden wir auf dieser Ebene vom Feind attackiert (…Betrug der Sünde) – wir brauchen anhaltendes Gebet – wir brauchen gute Gemeinde – wir brauchen einander.  Gott ist so gut…so kostbar.
NoEl

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