17.12.2016 Pforzheim – “Dein Reich komme…”

„Himmel auf Erden“ brachte uns gut nach Pforzheim. Es war das erste mal, dass ich in Ulli’s strahlend blauem Citroen mitfahren durfte. Da, eine Parklücke. Als wir ausgestiegen waren, sahen wir vor uns ein Auto mit den Ziffern im Kennzeichen „666“ – hinter uns das andere Auto ebenfalls: „666“ (biblische Symbolzahl für die Finsternis)! Im Scherz sagte ich zu Ulli: „…die halten ‚Himmel auf Erden’ zwischen sich bestimmt nicht aus, wenn wir wieder kommen machen die Räder die Krätsche oder so ähnlich“. Ulli: „Oder die Reifen sind platt…“.
Es entwickelte sich eine beeindruckend starke Schatzsuche (…ich gestehe, ich bin meistens sehr beeindruckt…Gott ist so gut!). Wir waren zu zehnt in Pforzheim. Ich durfte im 4er-Team von Martin dabei sein – danke, Du hast das super gemacht! Ungefähr nach der hälfte der Zeit entstand folgende Situation:
„Seht ihr die Mauer da drüben? Genau die Mauer hatte ich beim Ausfüllen der Schatzkarte  vor Augen.“ Jemand im Team sagte: „An diesem Platz stand das ehemalige Waisenhaus…da ist Finsternis…hier passiert viel“. Wir gingen über die Brücke. Auf dem Weg dachte ich, wir sollten auf dem Platz beten. Als wir drüben waren und es darum ging, dies den anderen zu sagen, „hörte“ ich sehr klar: „Lasst das lieber bleiben…“. Das kam sehr verführerisch daher und fühlte sich an, wie: „…es gibt wichtigeres“. Es dauerte ein paar Sekunden, dann hatte ich durch den Heiligen Geist gemerkt, dass dies nicht von Gott war. Ich dachte: „Jetzt erst recht!“ Wir beteten sehr intensiv und erhoben unseren wunderbaren lebendigen Gott über diesem Platz! Dann da drüben vor dem Eingang: Ein Mann in Schwarz, der raucht, mit Kinnbart. Unser Schatz. Martin und ich sprachen ihn an. Es war ein sehr offenes Gespräch – aber plötzlich, was ist da hinter mir los. Geschrei, ich drehte mich um, Selina (Name geändert) stand lautstark für Erich (Name geändert) ein, der heftig von einem „Clan“ beschimpft und fast körperlich attackiert wurde. Ich ließ Martin allein – diese Situation hatte Priorität. Zu Dritt entspannte sich die Situation – Erich ging auf Distanz. Was war passiert? Als Erich und Selina warteten, parkte ein Fahrzeug aus und rempelte in ein anderes parkendes Auto. Das Fahrzeug wollte wohl weiterfahren – Erich lief mit Zettel und Kuli hin, um das Kennzeichen zu notieren – die Leute rasteten aus…Angeblich gehört das beschädigte Auto einem Familienmitglied und man akzeptiere keine Fremdeinmischung, man werde dies intern klären. Wir konnten sie beruhigen und sie zogen ab. Im Team beschlossen wir anschließend, dass Selina abends der Polizei den Sachverhalt als Zeugenaussage durchgeben würde. Das war richtig heftig…wir beteten, besonders für Erich…Danke Heiliger Geist, dass Du da bist!
Und er war da. Dies war nur ein Intermezzo – ein Aufbegehren der Finsternis. Insgesamt hatten wir gut 15 Begegnungen – keine einzige Ablehnung – selbst ein muslimischer junger Mann hat das Evangelium aufgenommen und das Einladungsgebet an Jesus total offen eingesteckt. Die Gegenwart Gottes war so stark spürbar, es ist so viel Liebe geflossen. Die Menschen waren sehr berührt. Normalerweise werde ich so gegen 17:00Uhr müde – aber ich fühlte mich in diesem Liebesstrom des Vaters selbst um 18.00Uhr erstaunlich frisch. „Dein Reich komme…“, es wurde wirklich sehr konkret. Als Ulli und ich später zu ‚Himmel auf Erden’ zurückkamen stand er da, vor sich „666“, hinter sich „666“ – Reifen und Räder waren o.k.aber auf dem Gehsteig daneben stand ein weiteres Auto mit Kennzeichen: „333“ – „Schau mal Ulli, da ist nur noch die Hälfte!“
Denn sein Reich ist nahe herbeigekommen, lasst es uns nächsten Samstag richtig feiern!
NoEl