…aus Traurigkeit herausgeholt. Gott ist so gut!

Ich war letzte Woche auf dem Weg zur Schatzsuche nach Beilstein. In Ludwigsburg angekommen, hatte ich noch 20 Minuten Zeit, die ich nutzte, um eine kleine Stärkung zu kaufen. Danach lief ich die Treppen zum Bahnsteig hoch und schaute mich um. Da sah ich einen jungen Mann (knapp 30 J.) sitzen, kaum Haare auf dem Kopf (nur noch einzelne Haarflecken) und komplett traurig. Er hatte immer wieder sein Gesicht in der Hand versteckt und machte einen richtig depremierten Eindruck.
Ich konnte förmlich spüren: Gott möchte ihn berühren.
Also ging ich einen “Deal” mit dem Herrn ein; ja, ich “Glaubensheld” weiß dabei genau, wie das endet. Vor Allem dann, wenn ich solche “Deals” mache und mich eigentlich drücken möchte. Gerade dann möchte Gott die Menschen brühren. Also der Deal: “Herr ich mach’s, wenn er nicht in die nächste Bahn einsteigt (3 Minuten bis zur nächsten Bahn), 3 Minuten sind doch auch viel zu kurz, um da etwas zu reissen”.
Tja, als ob ich es geahnt hätte, er blieb sitzen. Dann betete ich : “Oh Herr, wenn doch nur schon Cornelius da wäre”. Mit Corni war ich aber erst für die nächsten Bahn verabredet. Also keine Chance, mich zu drücken. Also ging ich hin, setzte mich neben ihn und fing ein Gespräch mit ihm an.
Er erzählte mir, als er 2 Jahre alt war, starb seine Mutter. Weil er lebe, sei seine Mutter Tod. Daher also seine Traurigkeit. Er hatte eine Behinderung und war anscheinend schwer krebskrank. Ich redete mit ihm und sagte: “Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, Jesus ist für Dich gestorben, damit du Leben darfst. Jesus liebt dich und er möchte dich gesund sehen”. Ich durfte für ihn beten und ihn segnen. Dann verabschiedete ich mich und traf Cornelius in der Bahn.
Als wir am Bahnhof in Marbach ankamen und auf den Bus nach Beilstein warteten, kam Matze (Namen geändert) wieder auf mich zu. Er war mit der gleichen Bahn gefahren und wartete auch auf den Bus. Er hatte panische Angst vor einem Mann, der gerade an ihm vorbeigegangen war und bat, dass wir ihn beschützen. So stellte ich ihm Cornelius vor und erzählte ihm von unserer Begegnung und dass er mich nach einer Bibel gefragt hatte; ich hatte aber keine dabei. Da zückte Cornelius sein “Schwert” (seine Bibel) und schenkte diese dem Matze. Wir hatten ein super Gespräch und durften ihm das Evangelium erklären und gaben ihm Hinweise, wo er am besten anfängt, in der Bibel zu lesen. Da schoss mir auf einmal von den Lippen: “Matze ist es nicht Zeit, Jesus in dein Leben einzuladen?” Er grinste und sagte: “Ja, das will ich”.
Wir sprachen das Gebet und währenddessen hatte sich sein Gesicht verändert. Seine Augen hatten angefangen zu strahlen. Er grinste und freute sich seines Lebens und wurde richtig interessiert, in der Bibel zu lesen (er schaute immer wieder rein und freute sich darüber).
Wow innerhalb von 20 Minuten hatte Gott sein Leben verändert. Als ich ihn am Bahnhof in Ludwigsburg ansprach, war keine Zukunft in ihm. Nun kam richtig Leben in ihn hinein. Wir durften ihm dann noch während der Busfahrt die Hände auflegen und für ihn beten. An seiner Haltestelle hatten wir ihn dann glücklich und zufrieden verabschiedet.
Hallelujah! Was Gott in so kurzer Zeit mit Menschen machen kann ist GIGANTISCH! Danke Jesus.
Manuel