Calw, die Hermann-Hesse-Stadt

Diese Schatzsuche hat richtig Spaß gemacht und wir haben sehr viel erlebt. Davon möchte ich hier berichten und Gott danken. Nach der Vorbereitungszeit und Gebet, fragte unser Leiter einen Passanten ob er nicht ein Photo von uns als Gruppe machen würde. Natürlich war er bereit dazu und schon kam er ins Gespräch mit ihm. Dieser Mann reiste nach Calw, weil er die Geburtsstadt von Hermann Hesse besuchen wollte. Als Ulli ihm sagte, warum wir hier sind, erzählte er seine Not. Darauf hin fragte Ulli ihn, ob er möchte, dass wir für ihn beten? Er sagte ja. Dieser Mann hieß Martin, und genau dieser Name stand auf meiner Schatzkarte und so zeigte ich es ihm. Wie schön, dieser Mann kam nach Calw, wegen Hermann Hesse – steht auf der Nikolausbrücke bei der Statue – und hat eine Begegnung mit Jesus. Danach gingen wir los. In unserem Team waren wir drei Personen. Intensiv besprachen wir, was auf unseren Schatzkarten stand. Auf zwei Karten stand Bahnhof. So machten wir uns auf den Weg dorthin. Unterwegs trafen wir einige Schätze und hatten gute Gespräche. Immer wieder wurde ich bestärkt und spürte, wir sind genau da, wo Jesus uns haben möchte. Deutlich wurde mir das bei einem Gespräch mit einem Mann, als Ulli sagte: “Schau, hier ist auch die Kirche, die auf deiner Karte steht!” Immer wieder ermutigt zogen wir weiter. Beim Bahnhof erwarteten wir unseren Schatz – die Farbe orange, stand auf meiner Schatzkarte. In diesem Moment sahen wir eine Frau mit zwei Kindern die gerade an einem orange Schild vorbei gingen. Sie kamen auf uns zu. Es waren Türken. Sie haben sich richtig gefreut als wir mit Ihnen gesprochen haben. Danach ließ die Frau gerne für sich beten. Für – Gesundheit – sagte sie: Genau dieses Wort stand auf meiner Karte. Fröhlich gingen wir weiter und beschlossen einen anderen Weg zurückzugehen; Richtung Marktplatz. Leuchtendes Grün stand auf einer unserer Schatzkarten. Plötzlich sahen wir diese Signalfarbe in einem Schaufenster. Wir blieben stehen. Wie geht es weiter? Ich las aus meiner Karte: Festkleid! Da kam ein Mädchen mit einem bunten Kleid. Ich fragte Beate: “Ist das ein Festkleid?” Sie verneinte und meinte, ein Festkleid ist z.B. das, was man bei einer Hochzeit trägt, wie da drüben, auf der anderen Seite des Flusses. Dort sahen wir, dass da ein Hochzeitsfest war. Wir beschlossen, umzukehren bis zur nächsten Brücke um auf die andere Seite des Flusses zu gelangen. Vor der Brücke sagte Ulli: “Sieh mal, da steht – Friedbert – an dem Haus!” Genau diesen Namen hatte er auf seiner Karte. Wir wussten nun, wir sind auf der richtigen Spur. Ulli sagte: “Lasst uns zu dem Hochzeitspaar gehen und sie segnen!” Ich dachte: Ok, wenn sie uns zufällig gerade über den Weg laufen. Vor dem Gebäude, in dem die Hochzeit stattfand, stand ein auffällig – leuchtend grünes Auto. Der Festraum war mit hellgrünen und weißen Luftballons geschmückt. Hat Gott uns den Weg zu dem Brautpaar durch das leuchtende Grün gezeigt? Aber, das Hochzeitspaar war im Haus; durch das Fenster und die geöffnete Tür konnten wir alles sehen. Da war eine Reihe von Gästen um zu gratulieren. Ulli sagte: “Kommt lasst uns hineingehen!” Gott sei Dank, entschlossen wir uns, zu dritt diesen mutigen Schritt zu gehen. Ein paar Leute waren noch vor uns um zu gratulieren. Erstaunt und fragend trafen uns manche Blicke, denn wir hatten einfache Straßenkleidung an. Endlich standen wir vor dem Ehepaar. Nach einigen Erklärungen, durften wir für sie beten und ihre Ehe segnen. Ist das nicht großartig, was Gott tut. Ein Erlebnis, das sie nie vergessen werden. Es ist so gut und wertvoll Jesus zu dienen. Es hat viel Freude gemacht. Daraufhin gingen wir Richtung Marktplatz. Dort waren einige Menschen vorbereitet, denen wir sagen konnten: Du bist ein Schatz Gottes. Eine Frau nahm dies mit Freude auf. Ich sah, wie das sie richtig erfüllte. Wir spürten, hier ist Gott am Werk. Verschiedene Eindrücke, Kirchendach, rote Schuhe, Gebet für Gesundheit stimmten total überein. Als wir diese Frau direkt an der Kirche trafen begannen die Glocken fünf Minuten zu läuten, so laut, man musste schreien um sich zu verstehen. Trotzdem hat die Frau mit uns gewartet bis es endlich wieder still war um sprechen zu können. Nachdem wir noch eine Runde über den Zwinger gegangen sind, kamen wir wieder auf den Marktplatz. Auf einer Schatzkarte stand: Mann mit einem Stock auf einer Bank. Genau so war es neben diesem Platz: Oranges Auto. Orange war auf meiner Karte. Auch diesem Mann konnten wir sagen: Sie sind Gottes Schatz. Er hat viele Enttäuschungen erlebt. Ich wünsche ihm dass er sein Herz für Gott wieder öffnet. Danach hatten wir ein intensives Gespräch mit zwei jungen Männern und einer jungen Frau. Es war sehr interessant und wir merkten, dass besonders der eine von ihnen sehr auf der Suche ist. Er hatte eine ganz spezielle Frisur und Ulli sagte, er habe diesen Eindruck morgens gehabt aber leider nicht auf seine Schatzkarte geschrieben. Voller Freude gingen wir nun zum Treffpunkt zu den anderen Schatzsuchern. Alle hatten viel erlebt, denn Gott hat Großes getan. Alle Ehre sei Ihm.         Helmut