Das Bein wuchs heraus

Wir waren an der Markthalle und machten kurz Halt, da zwei vom Team auf die Toilette mussten. Stefan und ich warteten am Karlsplatz und unterhielten uns, wie wir diesen neuen Lebensstil (Menschen Heilung durch Gebet anzubieten) natürlich in unser Leben aufnehmen, ohne in eine neue Art von „Gesetzlichkeit“ zu geraten. Ich sagte Stefan, dass, wenn ich Menschen sehe, und ich dann ein herzliches Erbarmen spüre, ich diesen Menschen Gebet anbiete.
In diesem Moment geht eine ältere Frau, gebückt vor Schmerzen, über den Platz und ich hatte dieses Erbarmen. Ich sagte zu Stefan: „Ich laufe jetzt einen Bogen und überhole die Frau und im Vorübergehen spreche ich sie dann auf ihre Schmerzen an. Wir werden sehen, wie es wird!“
Ich rannte einen großen Bogen und holte sie dann auf dem Zebrastreifen bei der Markthalle ein und beim Vorübergehen sagte ich, dass ich sie von hinten gesehen hatte und sie müsse große Schmerzen haben. Sie reagierte sehr offen auf meine Aussage und meinte, dass sie sehr heftige Schmerzen in der Hüfte hätte. Ich entgegnete, dass ich Christ sei und gerne für sie beten möchte. Sie sagte, dass sie sich schon überlegt habe ins GospelForum zu gehen um dort für sich beten zu lassen. (Hey, was für ein Ruf!) Ich meinte, das müsse sie nicht, das können wir jetzt und hier machen. Sie fragte, ob ich das könne – ich bejahte; sonst würde ich ihr das ja nicht anbieten. Mittlerweile waren wir schon an der Markthalle vorbeigelaufen und befanden uns einige Meter vom Marktplatz entfernt. Sie blieb stehen und fragte mich, was ich jetzt machen würde. Ich erklärte, dass es meine Erfahrung sei, dass wenn jemand starke Schmerzen in der Hüfte hat, das von einem zu kurzen Bein komme. Durch die Ausgleichshaltung geht man sozusagen schief und das verursacht dann die Schmerzen. Für sie war das plausibel. Sie fragte, was ich tun würde, wenn bei ihr ein Bein zu kurz wäre. Ich entgegnete, ich würde beten und dann wächst das zu kurze Bein aus. (Jetzt wäre der Punkt erreicht, an dem ich weggerannt wäre.) Sie entgegnete: „Das machen wir- was muss ich tun?“ Ich sagte, sie müsse sich auf eine Bank, oder was ähnliches, setzen und ich würde dann ihre Beine überprüfen. Sie schaute sich um, sah eine Bank und setzte sich sofort in Bewegung – ich konnte ihr nur noch hinterherlaufen. Mittlerweile war das Team zu mir gestoßen und ich fragte die Frau, ob ich noch jemandem vom Team zur Hilfe rufen könne – es machte ihr nichts aus. Ich winkte dem Team zu und Sarah kam mit zu der Bank – Sarah, die dann die Situation gerettet hat (das ist Teamwork). Die Frau setzte sich auf die Bank mit dem Rücken ganz gegen die Lehne und Sarah setzte sich daneben. Ich nahm die Beine hoch und – sie waren gleich lang! Jetzt war ich doch ein bisschen enttäuscht! Sarah (Wow!) fragte die Frau, ob sie Einlagen in den Schuhen hätte. Sie sagte ja – 1,5 cm auf der linken Seite. Klar, deswegen war so kein Unterschied zu erkennen. Sarah fragte, ob sie die Schuhe ausziehen würde, was sie prompt tat. Jetzt nahm ich noch einmal ihre Beine und tatsächlich, der linke war um einiges kürzer. Dann sagte die Frau: „Na dann beten sie mal.“ Ich begann zu beten und zuerst tat sich nichts. Doch dann begann er ganz langsam auszuwachsen, bis er gleich lang war. Jetzt sagte ich zu der Frau, dass sie es testen müsse. Sarah fragte, ob sie die Einlagen aus ihrem Schuh entfernen könnte – und sie riss sie regelrecht heraus. Sie zog die Schuhe wieder an und ich half ihr auf mit den Worten „Gehen sie! Tun sie Schritte des Glaubens.“ Wir gingen eine Weile auf und ab. Sie war schmerzfrei!!

Ulli