Das Geheimnis der “Bilderbuch-Schatzsuchen”

Ich bin einem Geheimnis im Reich Gottes auf die Spur gekommen. Wenn wir auf Schatzsuche sind, gehe ich am liebsten mit den “Beginnern”, den “Neuen”, auf die Straße. Auf diesen Schatzsuchen ist es so, als würde Papa-Gott in Seiner Liebe so richtig aufklotzen; als würde er sagen: So liebes Kind, jetzt will ich Dir mal zeigen, was im Reich Gottes so alles geht. Und genau so ist es auch, wenn man mit den “Multiplikatoren” einer Gemeinde auf die Straße geht; den Leuten, mit denen alles steht und fällt. In Gießen war ich mit so einem “Multiplikator” unterwegs und Papa-Gott hat es so richtig krachen lassen.

Wir waren gerade ein paar Meter vom Hof der Gemeinde gegangen und ich war noch am erklären, wie das mit den Schatzkarten funktioniert. Ich erklärte, dass Namen nicht unbedingt auf Menschen passen müssen, es können auch Namen von Metzgereien, Bäckereien und dgl. sein; und ich nannte einige Beispiele. Dann hielt ein Wagen genau neben uns, und auf der Tür hatte er die Aufschrift: Autohaus Eberhardt – genau diesen Namen hatten wir auf der Schatzkarte. Im Moment des Erklärens wurde das Beispiel geliefert – wow! Aus dem Auto stieg der Typ mit den roten Haaren, auch die Kleidung hatten wir auf der Karte, und es entwickelte sich ein geniales Gespräch. Nach diesem Gespräch gingen wir weiter Richtung Innenstadt. An einem Frisörladen, einer großen Kreuzung und Werbeplakaten machten wir halt, denn das hatten wir alles aufgeschrieben. Dann kam ein Mann auf dem Fahrrad angefahren und er hatte eine große 67 auf dem Shirt – das hatte ich auf meiner Karte. Er war ganz klar Schatz, nur, er war total verschlossen. Er lehnte ein Gespräch ab und fuhr weiter. Das war mehr als ein eindeutiger Schatz – bei so einem Treffer schießt einem der Glaube durch die Decke – alles wäre möglich gewesen! In der Innenstadt angekommen fanden wir die Frau mit den Schmetterlingen auf der Hose, mit der sich ein gutes Gespräch entwickelte, dann den tätowierten Mann, ganz in Schwarz mit dem Nasenpiercing bei den Hühnern. Er selbst war ablehnend, aber das ganze Nagelstudio, vor dem er stand, hörte durch die offene Ladentür mit – die Botschaft kam an! Ein paar Meter weiter fanden wir eine Familie und der kleine Sohn hatte einen Drachen in der Hand. Ich hatte auf meiner Karte einen Drachen mit Schnur gezeichnet, ich wusste nicht wie ich es schreiben sollte. Ich wunderte mich, denn es war ein schöner sonniger Tag ohne Wind, also kein Drachenwetter; warum dieses Kind einen Drachen hatte könnte ich mir nicht erklären. Aber es war ein klares Zeichen und so sprachen wir sie an. Sie waren total offen und die Mutter der Familie wollte am Ende des Gesprächs ihr Leben Jesus geben – nur – die Zeit hat nicht gereicht; sie mussten auf den Zug. Sie versprach in die Gemeinde zu kommen um dort alles weitere zu erfahren. Später bemerkten wir, dass sich dieses Gespräch neben einer Linde abspielte – die hatten wir auch noch auf der Karte. Dann bogen wir um eine Hausecke und waren wieder an einem Ort, an dem ganz viele Dinge auf unseren Schatzkarten zutrafen. Plötzlich stieg ein junger Mann aus einem Auto und lief in einen Durchgang, der zu einem Hinterhof führte. Er hatte einen langen eckigen Koffer in der Hand. Ich erinnerte mich, dass wir Gitarre auf der Karte hatten und so lief ich auch in den Durchgang und rief dem jungen Mann nach: Hallo, was haben sie denn da in dem Koffer? Er drehte sich um und antwortete überrascht aber doch sehr freundlich: Ein Keyboard! Ich war kurz enttäuscht, weil es keine Gitarre war und ging zu ihm hin. Ich stellte mich als Schatzsucher vor und erklärte ihm, was die Schatzsuche ist und wie wir das machen. Er war sprachlos, sehr überrascht und total verblüfft. Er war auch Christ, aber so etwas hatte er noch nicht erlebt. Er war während des Gesprächs sehr aufgeregt, er bebte fast – er war irgendwie irritiert und überfordert; besonders, als er seinen Namen auf meiner Karte entdeckte. Wir beteten und prophezeiten über ihm und er war sehr dankbar. Er hat alles auf sein Smartphone aufgenommen und dann am Ende hat er noch alle Schatzkarten abfotografiert. Wow, was für eine Schatzsuche. Wir hatten an diesem Tag nur zwei Stunden Zeit zur Verfügung und waren keine zwei Kilometer weit gegangen und haben sechs Schätze gefunden. Da die Schätze in Begleitung waren, haben wir mehr als 15 Personen erreicht, die eine Berührung mit dem Himmel erlebt haben.

Ich mag dieses totale Gelingen, diese “Bilderbuch-Schatzsuchen”. Ich werde also schauen, dass ich weiterhin mit den “Neuen” unterwegs sein kann und hoffe, dass das hier keiner von meinem Team liest – denn dann habe ich die “Neuen” los! :))

Danke Papa-Gott, Du bist so klasse!   Ulli