Die 1. Entscheidung für Jesus. Ein besonderer Moment!

Erlebnisbericht aus Stuttgart vom 01.04.2017:

Das erste Highlight war ein Junggesellinnenabschied. Wir waren am richtigen Ort, allerdings hatten wir keine Angaben für diese netten jungen Damen. Aber wir hatten den Eindruck, sie anzusprechen und es heißt ja: Im Zweifel mach’s. Wir durften ihnen sagen, dass Gott sie liebt und beteten für die Ehe. Die zukünftige Braut wurde so sehr berührt, dass sogar Tränen flossen.

Sarah und ich hatten beide “Inliner” auf unserer Karte und tatsächlich fanden wir ein kleines Mädchen mit Inlinern. Sie gehörte einer Gemeinde an, die ebenfalls diesen Samstag für eine Aktion nutzte, und sie freute sich, dass sie ein Schatz Gottes ist.

Dann gingen wir zum Stadtteich und ich machte noch Witze über Sarah’s “blühenden Baum”, da ja momentan überall blühende Bäume sind. Aber am Teich kam dann die Überraschung: Viele Bäume, die gerade anfingen zu grünen, aber kein einziger blühender Baum! Wir waren echt baff. Schließlich entdeckte ich ganz hinten beim Theater einen blühenden Baum und wir gingen auf ihn zu. Plötzlich sagte Sarah zu mir: “Da ist jemand gehüpft”, denn sie wusste, dass auf meiner Karte “jemand, der hüpft” stand. Also blickten wir dorthin und sahen eine Gruppe Jugendlicher, die nun alle gleichzeitig (für ein Foto) einmal hoch hüpften. Also gingen wir zu dieser Gruppe und als wir gerade ankamen hörte ich das Wort “Geburtstag”, das ich ebenfalls auf meiner Karte hatte. Wir erklärten ihnen die Schatzsuche und fragten, ob sie irgendein Gebetsanliegen hätten. Als ihnen nichts einfiel, sah ich nochmals auf meine Karte und fragte, ob jemand “Schulprobleme” hätte. Der Blick des Jungen sagte mehr als 1000 Worte und so betete ich für ihn. Dann sprachen wir auch noch über die bevorstehende Konfirmation und ich erklärte ihnen, dass eine Konfirmation eine bewusste Entscheidung für Jesus ist. Die Jugendlichen hörten sehr interessiert zu.

Auf dem weiteren Weg traf Ronny einen Bekannten, der inzwischen auf der Straße gelandet ist. Dieser ließ sich schließlich zum Gottesdienst einladen.

Als wir zu Beginn der Schatzsuche die Begriffe austauschten, dachte ich bei “gelber Rucksack” sofort an meinen gelben Rucksack, den ich zu Hause hatte. Und bei so vielen Leuten in der Stadt sollte es kein Problem sein, einen gelben Rucksack zu finden. Aber erst jetzt, nach zwei Stunden fanden wir endlich einen gelben Rucksack. Wir hatten ein gutes Gespräch mit den beiden Männern und konnten für die kranke Mutter beten.

Nun fanden wir einen Blumenladen und obwohl es ein sehr kleiner Laden war, hatte er sehr viele Orchideen (ich hatte “Orchidee” auf meiner Karte). Also ging ich hinein, um zu schauen, ob ich auch einen “Kaktus” finde und wurde bestätigt. Wir wollte allerdings nicht stören, da gerade Kundschaft da war und sahen uns draußen noch ein wenig um. Vor dem Laden stand auch ein Mini-“Orangenbaum” und zwar in einem “silbernen” Eimer. Und in einem Ständer gab es Postkarten, so z.B. “Geburtstags”-Karten und eine lustige Fotomontage von einer Katze mit “Oberlippenbart”. Danach fielen mir auch die zwei großen “silbernen” Figuren im Regal auf. Als der Kunde weg war, gingen wir hinein und sprachen unseren Schatz, die Verkäuferin mit den “kurzen weißen Haaren”, an. Auch hier fragten wir wieder nach Gebetsanliegen und sie wusste nichts. Dann fragen wir, ob sie vielleicht ein Gebetsanliegen für eine nahestehende Person hätte, und auch hier verriet ihre Mimik mehr als alle Worte. So beteten wir für ihre Mutter. Interessanterweise befand sich in einem Regal genau ein Buch: Eine Bibel.

Zum Schluss kommt nun mein persönliches Highlight:
Wir standen auf der Treppe des Königsbaus und auf dem Schlossplatz waren hunderte Menschen und wir suchten einen Schatz. Da fielen mir zwei Frauen auf: Die eine trug zwei Taschen und schien schwer beladen zu sein. Ich hatte auf meiner Karte eine “ältere, korpulente Frau mit Taschen auf beiden Seiten, die sich sehr abmüht”. Zusätzlich dazu war eine Tasche “silbern” (meine Farbe des Tages). Die andere Frau hatte eine weiße Handtasche mit goldenen Verschlüssen (das Merkmal des Tages). Aber nicht nur die Merkmale waren eindeutig, sondern ich konnte auch fühlen, dass das unser Schatz ist. Als wir sie dann ansprachen, erzählten sie uns von all den Schicksalsschlägen ihres Lebens. Von Krankheiten, Arbeitslosigkeit und Hartz 4.(Und nun verstand ich auch einen Hinweis auf meiner Karte. Ich hatte beim Ausfüllen das Wort “Heilung” empfangen und fragte dann nach, was für eine Heilung, bekam aber keine nähere Erklärung. Aber dann bekam ich den Eindruck, dass es um eine umfassende Heilung geht, also mehrere körperliche und seelische Probleme.)
Die beiden waren gläubig und sie beteten auch viel, aber sie hatten keine Beziehung zu Jesus. Als eine dann meinte, dass Jesus die Tür für alle Menschen geöffnet hatte, erwiderte ich, dass wir uns aber selbst entscheiden müssten hindurchzugehen. Daraufhin meinte sie allerdings, dass die Tür so weit weg sei. Als ich das nicht verstand, erklärte sie mir, dass der Papst so weit weg wäre. Während ich ihr noch erklärte, dass wir keinen Papst bräuchten, um uns für Jesus zu entscheiden, gab Ronny ihr das Kärtchen mit dem entsprechenden Gebet. Und in unserem Beisein betete sie dieses Gebet und lud damit Jesus in ihr Leben ein. Und auch ihre Schwester wollte dieses Gebet beten, allerdings zu Hause. Wir verabschiedeten uns mit einer herzlichen Umarmung und ich freute mich, dass Gott uns diese wunderbare Begegnung geschenkt hat.

Für mich war es das erste Mal, dass jemand das Übergabegebet sprach!

Susanne