Für diesen Beitrag wurden die Kommentare deaktiviert

Die Hütte… / Schatzsuche in Ludwigshafen

In einem fiktiven Roman erlebt ein Mann völlig überraschend unermessliches Leid. Seine kleine Tochter verschwunden. Auch nach tagelanger Suche bleibt sie verschollen. Später dann erlebt dieser Mann auf einer Waldlichtung in einer Hütte eine besondere Begegnung…die Begegnung mit Gott, die nicht alles beantwortet aber alles verändert…
Hat nicht jeder Mensch seine eigenen mehr oder weniger leidvollen Erlebnisse?
Vergangenes Wochenende waren wir zu viert in die Gemeinde „Wort des Lebens“ in Ludwigshafen eingeladen, um „Schatzsuche“ weiterzugeben. Eine besondere Gemeinde…von Anfang an war die Gegenwart Gottes spürbar…“Die Hütte“…der besondere Ort. Samstag Nachmittag machten sich dann 22 Schatzsucher auf den Weg. Es war in allen Teams total leicht die Schätze Gottes zu finden und die Herzen mit Gott in Berührung zu bringen. 3 Menschen haben Jesus ihr Leben anvertraut, andere wurden geheilt…wunderbare Momente.
Eine Begegnung hat mich besonders berührt. Unter einer Brücke spielte ein Mann Akkordeon. Nichts von unseren Schatzkarten passte…aber wir „mussten“ da hin. Leider sprach er nur russisch. Mit Zeichensprache deuteten wir an, dass wir für ihn gerne beten würden…er war total offen und signalisierte die Frage, wo wir herkämen. Judith begriff seine Frage und schrieb ihm die Gemeindeadresse auf. Er freute sich sehr. In der Schlussrunde hörten wir, wie es weiterging. Das nächste Team sprach ihn auch an…und Pastor Eugen konnte auf russisch mit ihm reden. Er gehörte zu den Sinti. Aber er stellte sich nicht erhobenen Hauptes als „Sinti“ vor, sondern…“ich bin ein Zigan“ – Zigeuner, so wie man ihn mit Schimpfwort bezeichnet. So geht es ihm. Eugen bekräftigte die Einladung in seine Gemeinde und er wollte unbedingt kommen und seinen Bruder mitbringen. Sonntag Morgen 9.30 Uhr – er und sein Bruder sind tatsächlich da, in der letzten Reihe. Im Verlauf des Gottesdienstes begrüßt Eugen sie ganz besonders – unsere Ehrengäste – erzählt von der besonderen Schatzsuchebegegnung. 11.30 Uhr, zweiter Gottesdienst. Gegen Ende geht Eugen noch Mal ans Mikro. Leute aus der Gemeinde waren nach dem ersten Gottesdienst mit den Ehrengästen nach Hause gegangen.  „Nach Hause“, das war irgendwo abgelegen eine notdürftig aus „Müll“ zusammengenagelte „Hütte“. Eugen zeigt das mitgebrachte Foto. Durch diesen Besuch wurde ihre Hütte zur „besonderen Hütte“. Nicht alle Fragen sind beantwortet, aber in der Begegnung mit Gott wird alles anders.
Die Hütte“ wird auf Schatzsuche pure Realität.
NoEl

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.