Die letzte halbe Stunde und … der Paukenschlag

In den letzten Monaten habe ich eine interessante Erfahrung gemacht. In der letzten halben Stunde der Schatzsuchen, lässt es der Herr nochmal so richtig krachen und am Samstag war das in Pforzheim wieder so:
Ich war mit Sarah-Jane und Mirjam als 3er-Team unterwegs und die Wegweisung war ungewöhnlich, da keiner von uns konkrete Orte wie „Bahnhof” und dgl. auf der Karte hatte, sondern Angaben wie „Apotheke”, die man ja überall findet. Also sind wir durch die Stadt gezogen, nicht planlos, sondern betend und hörend – was sehr spannend war. In der letzten halben Stunde machten wir uns auf den Weg zur Enz, zu einem Spielplatz, den es dort gibt. Auf halbem Weg sahen wir die Straße runter eine Apotheke und Sarah-Jane rief erfreut: Ulli schau – die Sonnen-Apotheke! Sie hatte auf der Karte die Eintragungen „Apotheke” und „Sonne” – wir waren am richtigen Ort. Wir gingen zur Apotheke und im Laden nebenan und auf der anderen Straßenseite waren ganz viele Herzen, als Bilder, auf Taschen, als Kissen – das hatten wir auch auf der Karte. Wir gingen ein paar Schritte weiter und dort war eine große Werbetafel mit Abbildungen von verschiedenem Obst und ich sagte: Sarah-Jane, du hast doch „Ananas” auf der Karte, da ist bestimmt ne Ananas dabei – und es war so – oben links war eine rießengroße Ananas abgebildet. Und beim Betrachten dieses großen Früchte-Bildes läuft eine Frau mit ihrem Sohn vor uns vorbei und die Frau trägt rote Schuhe mit roten Schnürsenkeln – genau das hatten wir auf der Karte – und wir sprachen sie an. Das war wieder millimetergenaues Wirken von Papa-Gott! Beide waren sehr offen und sehr berührt und es entwickelte sich ein sehr gutes Gespräch. Im Gespräch wurde mir klar, dass beide einen Glauben hatten, aber dass sie Jesus noch nie als ihren persönlichen Herrn und Retter angenommen hatten. Ich erklärte ihnen, dass der Bund mit Gott mit einem Ehebund zu vergleichen ist. So wie Mann und Frau im Ehebund „ja” zueinander sagen und so der Bund geschlossen wird, ist es auch bei Gott. Gott hält uns in Jesus seine Hand hin, und erst wenn wir diese ausgestreckte liebende Hand ergreifen und „ja” zu ihr sagen, kommt auch hier der Bund zustande – der (Ehe)Bund mit Gott. Und wenn dieser Bund mit Gott geschlossen ist, hat er das Recht und die Möglichkeit in unser Leben zu sprechen. Gott ist ein Gentleman – er drängt sich nicht auf, es beruht alles auf Freiwilligkeit, er möchte gebeten werden und dann kommt er. Beiden wurde klar, dass sie Jesus nie dieses „Ja” gegeben haben, also nur religiös waren! Und so fragte ich sie: Wäre es jetzt nicht dran, den Bund einzugehen und Jesus in ihr Leben einzuladen – und beide wollten das. Also sprachen wir zusammen ein Gebet, ein Gebet der Weihe und Hingabe zu Gott; und der Bund mit Gott war jetzt vollzogen. Am Rande des ganzen Geschehens ereignete sich noch etwas kurioses: Während wir zusammen beteten und beide ihr Leben Jesus gaben, platzte an einem Fahrrad, das einige Meter neben uns an einem Mast angekettet war, der Hinterreifen mit einem lauten Knall. Er platzte ohne Einwirken eines Menschen … das war wie ein Paukenschlag, der dieses ganze Szenario noch untermalte. Wow, was für eine Wegweisung – danke Jesus!

Ulli