Eine unfassbare Geschichte…

„Ihr gedachtet mir Böses zu tun; Gott aber gedachte es gut zu machen…“ (1. Mose 50,20)

Diese alttestamentliche Bibelstelle begleitet mich schon geraume Zeit. Immer wenn ich innehalte und zurücksehe, erinnere ich mich an Ereignisse, die ganz und gar nicht erfreulich waren. Manches hat in regelrechte Glaubenskämpfe geführt. Aber gerade durch das festhaltende Hindurchgehen mit Jesus, bin ich immer stärker aus der Situation herausgegangen, als ich vorher war. Und diese Bibelstelle wurde zu einem festen Anker in mir – abgewandelt: „Der Feind gedachte es Böse zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen…“.
Unter dieser Überschrift möchte ich hier eine unfassbare Begebenheit schreiben, die mit einer Schatzsuche in Vaihingen/Enz vor ein paar Wochen begann:

Während dem Vorbereitungstreffen („Einschießen“) in Vaihingen am 30.4. hatte Uli plötzlich ganz deutlich „Schmetterlinge in einem Fenster“ vor Augen. Er gab es als Hinweis in die Runde, um darauf zu achten und ggf. dorthin zu gehen.
Unterwegs kamen Uli, Timo u. Manuela bei einem Optikergeschäft vorbei – im Schaufenster: genau die Schmetterlinge. In dem Moment kam ein Paar, Ende 30, mit einem Kinderwagen (…das Kind war knapp ein Jahr alt). Die beiden Erwachsenen waren Geschwister (Virginia und Antonio – Namen geändert). Im Gespräch hat sich gezeigt, dass sie eine eher religiöse Prägung hatten. Uli hat ihnen den Unterschied zwischen Religion und Glaube erklärt. Sie waren tief bewegt und haben Jesus ihr Leben übergeben. Antonio hatte es so auf dem Herzen, dass er das Gebet komplett selber aus dem Herzen formulierte! Es war spürbar, dass diese Bekehrung etwas ganz besonderes war.
16.06. Schulung in Vaihingen/Enz:
Timo erzählt genau dieses Erlebnis – darauf steht Manuela auf, geht ans Micro: „Hierzu muss ich Euch etwas sehr tragisches sagen. Letzte Woche ist in der Nähe von Nürnberg ein schwerer Autounfall passiert. Eine Familie aus Vaihingen war darin verwickelt. Die Frau und 3 Kinder sind tot. Der Mann hat knapp überlebt. Die Frau hieß Virginia…“ Ist das dieselbe Virginia…?
18.06. Schatzsuche in Vaihingen/Enz:
Timo und sein Team haben eine sehr gute Begegnung mit einem Schatz. Dann kommt das Gespräch auf diesen schlimmen Unfall und die betroffene Familie aus Vaihingen. Timo erwähnte, dass er vor ein paar Wochen eine „Virginia“ hier getroffen hatte. „Ja, genau das ist sie, sie hat über diese Begegnung gesprochen, dort oben, wo die Kerzen stehen, das ist ihr Haus…“. Timo ist total berührt. Jetzt ist es Gewissheit – es ist die Frau, die Jesus in ihr Leben eingeladen hat. Und jetzt ist sogar der Wohnort bekannt, um sich um den überlebenden Mann zu kümmern…
Uli: „Und wenn ich in den letzten 3 Jahren Schatzsuche nur diese Frau getroffen hätte, es hätte sich gelohnt…“.

„Der Feind gedachte es Böse zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen“. Mehr und mehr merke ich, dass dieser Anker bis in die Ewigkeit reicht. Schwer auszuhalten ist, wo die Notsituation noch anhält….der überlebende Mann. Wir glauben, dass dieses „…aber Gott gedachte es gut zu machen“ auch für ihn kommen wird. Keine Ahnung wie…aber es kommt aus dem Reichtum Gottes.
Wir trauern mit ihm und beten…
NoEl