Endlich finden wir die “71”

Nachdem wir in der Innenstadt von Stuttgart für einige Schätze beten konnten, setzten wir uns in Richtung Universität in Bewegung; eine Schatzkarte hatte den Hinweis: Bereich Universität. Wir suchten nach einer Person, die in einem Buch liest. Wir gingen durch ungewohnt ruhige Straßen und wurden durch zwei Indizien auf den Karten richtig geleitet: Litfaßsäule und zerbrochene Flasche. Wir erreichten einen parkähnlichen Bereich und entdeckten eine junge Frau, die in einem Buch las. Wir gingen näher, denn wir hatten auch noch rote Schuhe aufgezeichnet. Zu unserer Freude standen rote Schuhe neben ihr und wir sprachen sie an. Sie war zuerst sehr verschlossen, doch im Laufe des Gesprächs wurde sie immer offener. Neben ihr saß ein junger Mann, den wir ins Gespräch mit einbezogen. Während des Gesprächs stellte sich heraus, dass der junge Mann Matthias hieß und diesen Namen hatten wir auf unserer Karte – jetzt hatten wir auch den jungen Mann gewonnen. Wir erzählten ihnen von unserm Glauben und der Art, wie wir ihn ausleben. Nach einiger Zeit durften wir für beide beten. Beim Weggehen erkannten wir, dass wir auch „Rosenstrauch“ und „Fußspuren auf dem Boden“ auf unseren Karten verzeichnet hatten. Der Rosenstrauch stand hinter uns und die Spuren entstanden durch unsere eigenen Schritte auf dem sandigen Untergrund.
Wir gingen dann weiter Richtung Hauptbahnhof, auf der Suche nach der Nummer 71 auf einem Shirt. Wir fanden viele Orte, die auf unseren Schatzkarten verzeichnet waren, doch die Nummer 71 war nicht zu finden. Da die Zeit knapp wurde, setzten wir unsere Suche in Richtung Schlossplatz fort. Am Königsbau angekommen, fiel uns ein Mann auf, der wacklig lief. Wir hatten „Knieprobleme“ auf der Karte und wir sprachen ihn an. Er war sehr ablehnend und nach einem kurzen Gespräch gaben wir dann auf. Wir verweilten kurz und wollten uns in Richtung Königstraße begeben, da ruft Sarah: „Da läuft die 71!“ Und tatsächlich, am Fuß der Treppe, auf dem Gehsteig, lief ein Mann mit einer großen 71 auf dem Shirt. Wir rannten oben auf der Treppe los um ihn von vorne anzusprechen. Wir zeigten ihm unsere Schatzkarte mit der Eintragung 71 und machten ihm klar, dass er ein Schatz Gottes sei, den wir schon seit einigen Stunden suchen, und dass wir ihn jetzt gefunden hätten. Nach einem kurzen Moment der Unsicherheit wurde er sehr offen und erzählte uns aus seinem Leben. Nach einem längeren Gespräch durfte Carmen für ihn beten und wir verließen einen sichtlich gesegneten Menschen.

Ulli