Geht an die Hecken und Zäune.

Geht an die Hecken und Zäune.

Am Samstag den 13.06.15 waren wir als Schatzsucher in Tamm. Zu Beginn der Schatzsuche, bevor wir mit unseren Schatzkarten losgezogen sind, hatte Rudi, der den gesamten Einsatz geleitet hatte, einen Eindruck. Er sah, dass die Überschrift dieser Schatzsuche Menschen sollen die Vaterliebe Gottes erleben“, ist. Und so war es auch ! An diesem Tag war ich mit Susanne und Doro in einem Team und wir haben uns super ergänzt. Schon zu Beginn war das Gebet in unserem Team, dass wir im Geist eins sind. Während der Schatzsuche spürten wir das immer mehr. Mit viel Erwartung an Gott im Gepäck, zogen wir also los. In der ersten Hälfte der Zeit, hatten wir schon ein paar sehr gute Gespräche und konnten den Menschen das Evangelium weitergeben. Obwohl wir mitten im Zentrum des Ortes waren, haben wir sehr wenig Schätze angetroffen. Da ich noch einen Bach, oder irgendein Gewässer, auf der Karte stehen hatte, suchten wir nach diesem Ort. Wir entfernten uns immer mehr vom Ortskern und liefen immer mehr in Richtung Pampa. In dieser Wohngegend, in der wir dann waren, war auf einmal alles still und fast kein Mensch auf der Straße. Ich fing an mich zu fragen: „Hier ist doch keiner auf der Straße, wir sind doch auf der Schatzsuche. Wir wollen doch Schätze finden? Was machen wir hier ? Lasst uns uns lieber schnell umdrehen.“ Doch Gott zeigte mir in seiner Souveränität an diesem Tag eines. Nämlich wieder ganz neu in dieses “Kinder Gottes sein” reinkommen und dort hingehen wo Gott es uns aufgetragen hat. Da wo er uns haben möchte. Daraufhin, als wir nun weiter an den vielen Gärten entlang liefen, spürte ich sehr intensiv den Impuls Gottes in meinem Herzen wo Jesus sagt in Lukas 14,32 : „Geht an die Hecken und Zäune“. Es war, als wenn ich das Verlangen Gottes höte und Er mich an Seinem Herzen teilhaben ließ. Plötzlich viel uns ein Schild an einem Verkehrskreisel mit “Egelsee“ auf. Wir waren auf der richtigen Spur. Kurz danach viel Doro ein Mann an einer Hecke vor einem Zaun auf, der mit einer Heckenschere seinen Garten beschnitt. Doro hatte auf ihrer Schatzkarte “Heckenschere“ stehen und Susanne irgendetwas mit „Rosengarten“. Doro, Susanne und ich liefen auf ihn zu und erzählten ihm was wir machen und erklärten ihm, dass er Gottes Schatz sei. Der freundliche ältere Mann war sichtlich verwundert. Wir durften ihm von der Liebe des Vaters erzählen, dass Gott ihn total liebt und er in seinem Leben eingreifen möchte. Wir fragten ihn ob es etwas in seinem Leben gibt wofür wir beten könnten, wo zum Beispiel nur noch Gott eingreifen kann. Manfred (Name geändert) begann zu erzählen, dass er eine Familie hat und seine Frau gerade sehr schwer an Krebs erkrankt ist und die Chemotherapie nächste Woche beginnt. Erstaunt und zugleich bewegt zückte ich meine Karte und zeigte ihm das Indiz „Krebs in der Familie“, auf meiner Schatzkarte. Wir waren sehr bewegt davon und sprachen ihm Mut zu. Susanne und Doro durften selber Zeugnis geben wie Jesus sie damals von Krebs geheilt hat. Das war sehr ermutigend für ihn. Wir durften ihm sogar stellvertretend für seine Frau die Hände auflegen und für sie beten. Wir befahlen dem Krebs, und den Schmerzen, in Jesu Namen zu gehen und sprachen Heilung über seiner Frau aus. Es war eine ganz starke Atmosphäre des Glaubens da. Der Mann war sichtlich berührt. Wir durften ihn danach einladen für den morgigen Regionalgottesdienst in Tamm der Region Ludwigsburg. Gefüllt mit der Liebe Jesu gingen wir also weiter und suchten weiter nach dem Egelsee, indem wir weitere Passanten fragten. Wir erfuhren die verwunderliche Antwort, dass es diesen See schon lange nicht mehr gibt. Wir sind also die ganze Zeit schon durch den See gelaufen ohne es bemerkt zu haben. Hat Gott nicht Humor? Wir gingen weiter und liefen durch ein ruhig bewohntes Wohngebiet. Ich hatte “Porsche“ auf meiner Schatzkarte und plötzlich sah ich einen, der vor einem noblen Haus parkte. Ich wäre an jedem anderen Porsche vorbei gelaufen aber ich wusste in meinem Inneren: „das ist er“! Uns war als Team sofort klar, dass wir hier richtig waren. Auf der Straße war gerade kein Mensch und ich spürte in meinem Herzen: „ Hey hier ist ein Schatz in einem dieser Häuser. Da ist ein Mensch, den Papa Gott liebt und ihm begegnen möchte. Da ist ein Mensch, auf den Gott eine starke Berufung gelegt hat und diese in Kraft gesetzt werden soll. Wir müssen da hinein“. Später begann ich zu verstehen warum ich in diesem Moment so ein Drängen und so eine Liebe empfunden hatte. Nämlich weil der Vater im Himmel mir Anteil an seinem Herzschlag gegeben hat, den Menschen zu begegnen. Ich lief alleine zu der Klingel des Hauses hin, wo davor das Auto stand, und wollte erst einmal gucken ob irgendwelche Namen auf den Schildern mit unseren Namen auf der Schatzkarte übereinstimmten. Doch nichts war. Nach langem zögern nahm ich all meinen Mut zusammen und klingelte trotzdem. Meine Neugier war größer als meine Angst. Doro sagte ich solle in der Mitte klingeln. Das war ein wichtiger Impuls vom Heiligen Geist, um den richtigen Schatz zu finden. Wir können einfach nur als Team zusammenarbeiten bei der Schatzsuche. Ich drückte dann auf die mittlere Klingel und war gespannt was passiert. Ich rechnete mit allem. Da öffnete mir ein junger verschlafener Mann mit Barfuß die Tür, guckt mich fragend an. Ich fragte ihn direkt ob ihm dieser Porsche gehört? Er sagte mir dass dieser Porsche seinem Vater gehört. Ich fing an ihm zu erzählen, dass wir Gott heute zuvor gefragt haben wem er heute begegnet möchte. Außerdem durfte ich ihm das Evangelium erklären und das Jesus ihn liebt. Er eine starke Berufung auf sein Leben gelegt hat und einen wundervollen Plan für sein Leben. Es kam ein sehr nettes und freundliches Gespräch zwischen uns zustande und er nahm diese Worte mit offenem Herzen auf. Daraufhin fragte ich ihn ob wir für ihn beten dürfen und ob wir ihm die Hände auflegen dürfen. Zuerst aber fragte ich nach seinem Namen. Er antwortete mir: „Kevin“, (Name geändert). Mich haute es um. Ich war erstaunt und zugleich überwältigt von Gottes Größe, denn diesen Namen hatte ich auf meiner Karte stehen und hielt es ihm freudig vor die Nase. Ich begann ihn zu segnen und mich im Gebet vom Heiligen Geist leiten zu lassen. Gottes Gegenwart war sehr präsent. Wir legten ihm vor seiner Haustür die Hände auf und ich betete was das Zeug hielt. So gebetet habe ich lange nicht mehr. Seine Augen waren danach komplett rot. Das Gebet muss irgendwie sein Herz berührt und in seine Lebenssituation hinein gesprochen haben. Wir durften ihn zum Regionalgottesdienst einladen und gaben ihm noch einen Schatzsuche Flyer mit. Er wahr sehr freudig und interessiert und fragte in was für einer Gemeinde sind. Dieser Junge Mann hat wahrscheinlich noch nie etwas in seinem ganzen Leben von der lebensverändernden Botschaft und von Jesus Christus gehört. Doch heute hat er ihn selber erleben dürfen und eine Begegnung mit dem Vater haben dürfen. Ich bin mir sicher das dieser junge Mann nicht mehr der selbe sein wird. Es konnte eine lebenswichtige Weiche in seinem Leben zu Gott gestellt und ein Same in seinem Herzen gepflanzt werden. Ich glaube mit ganzem Herzen, dass er sich weiter nach Gott auf die Suche machen wird und Jesus sein Leben anvertrauen wird. In Jeremia 29,13 und in Matthäus 7,7 steht, dass wenn wir ihn suchen, wir ihn finden werden. Dieses Zeugnis soll zu erkennen geben wie wichtig es seine Stimme zu hören, Gott zu vertrauen und ihm Gehorsam zu sein.   Cornelius