Göttliches Timing – und dann war da noch der Affenkopf

Heute trafen wir uns im Innenhof des Alten Schlosses und konnten drei Teams bilden. Ich war mit Simone und Ralf unterwegs und schon beim Verlassen des Alten Schlosses trafen wir unseren ersten Schatz, der uns aber wehement abgelehnt hat. Nach dieser Begegnung machten wir uns auf den Weg zu der “goldenen Kugel”, die ich auf meiner Karte hatte. Der Ort, an dem die Kugel hängt, wurde mir durch einen Eindruck, den ich während des Gebets hatte, klar gezeigt und Simone hatte den Namen Mayer, der uns als Wegweiser gedient hat – es war ein Laden kurz vor dieser Kugel. Als wir dort an der Kugel ankamen machten wir uns auf die Suche nach unserem Schatz, denn noch einige andere Indizien auf unseren Karten bestätigten, dass wir an der richtigen Stelle waren. Dann sahen wir ihn, den “großen Mann” und sprachen ihn als unseren Schatz an; und als wir ihn mit den Eintragungen unserer Schatzkarten konfrontierten, war er platt. Es entwickelte sich ein sehr gutes Gespräch, denn dieser junge Mann war mehr als offen. Wir durften für ihn, aber auch für seinen besten Freund und dessen Frau, beten. Die beiden Worte der Erkenntnis “goldende Kugel” und “großer Mann” kamen mir schon am Anfang der Woche, also lange Zeit bevor ich die Schatzkarte ausgefüllt hatte. Wow – das hatte ich so jetzt auch noch nicht erlebt! Nach dieser Begegnung machten wir uns auf den Weg Richtung Universität, denn Ralf hatte viele Orte in diesem Stadtteil auf seiner Schatzkarte eingetragen. Simone hatte “Kegelbahn” auf ihrer Karte verzeichnet, und zu unser aller Freude fanden wir im Internet eine Kegelbahn, die sich ein paar Straßen neben der Universität befindet. Google Maps führte uns zu der Kegelbahn, die wir dann gleich betraten. Es stellte sich heraus, dass es eine Bowlingbahn war und wir waren zuerst enttäuscht. Simone fragte nach, ob es hier auch eine Kegelbahn gibt, was der nette Mann am Eingang bejahte und uns den Weg wies. Es gab dort tatsächlich zwei Kegelbahnen, von denen eine von einer größeren Gruppe von Leuten benutzt wurde. Wir betraten die Kegelbahn und musterten die Gruppe, aber kein einziges Indiz auf unseren Schatzkarten traf auf jemanden zu. Dann gingen wir in den Bereich der anderen unbenutzten Kegelbahn zurück und überlegten, was wir jetzt machen. Ich schaute meine Schatzkarte an und dort hatte ich als ersten Namen “Bernd” aufgeschrieben. Ich schlug vor, noch mal zu den Leuten zu gehen um zu fragen ob einer Bernd heißt – dann haben wir unseren Schatz! Und so gingen wir zurück und – es hieß keiner Bernd. Beim Verlassen dieses Bowling-Centers fragte ich noch einen Mann ob er Bernd hieß, aber auch hier war es Fehlanzeige. Ich war jetzt schon irgendwie enttäuscht, dass ich auf den Namen “Bernd” bestanden hatte, denn Ralf hatte den Namen “Heinz” vorgeschlagen, den er auf seiner Karte hatte. Ja, vielleicht wäre das der Name gewesen? Als wir die Straße betraten, beschlossen wir um das Gebäude herum zu gehen um vielleicht doch noch den “Bernd” bei der “Kegelbahn” zu finden. Als wir um die Ecke bogen, kamen uns fünf Studenten, drei Männer und zwei Frauen, entgegen und als sie näher kamen fragte ich: Heißt von euch einer Bernd? Und alle zeigten auf einen der jungen Männer, der uns sehr erstaunt ansah. Ich bin Bernd, sagte er, und wir entgegneten ihm, dass wir hier bei der Kegelbahn nach ihm gesucht hatten und ihn jetzt gefunden haben, weil er unser Schatz ist – auf ihren Gesichtern stand pure Verblüffung. Sie waren sehr freundliche und offene Leute und so begann ein sehr interessantes Gespräch, bei dem wir erklären konnten, wer wir sind, wie wir unsere Schätze suchten und wie das mit Jesus so funktioniert – und sie waren sehr beeindruckt. Einer der jungen Leute hatte nicht so das Interesse und ging während des Gesprächs weg um Plakate für ein Uni-Fest aufzuhängen (sie waren unterwegs um Plakate aufzuhängen und um Flyer zu verteilen), aber die anderen Vier hingen an unseren Lippen. Dies wurde uns durch einen Umstand deutlich, denn der junge Mann, der das Gespräch verließ um Plakate aufzuhängen, kam zurück und wollte, dass ihm eine der jungen Frauen beim Aufhängen behilflich ist. Aber sie weigerte sich und sagte sehr bestimmt: Nein, ich möchte hier bleiben und zuhören! Mmmh, das tat uns gut!! Wir durften für Bernd und für eine der jungen Frauen beten und machten uns dann auf den Weg Richtung Uni-Park. Dort fanden wir keinen Schatz, aber es war der Weg zum “Katharinenhospital”, das hatte Ralf auf seiner Karte. Auf dem Weg zum Katharinenhospital sagte Ralf plötzlich: Wir müssen nicht ins Krankenhaus hinein, denn der Mann mit der Kopfbandage sitzt davor – ich hatte nämlich “Verband am Kopf” auf meiner Schatzkarte eingetragen. Als wir dann am Krankenhaus ankamen waren wir sehr verblüfft, da saß wirklich ein Mann auf den Stufen, und der hatte eine Kopfbandage. Als Ralf das gesagt hat, konnten wir den Eingang noch gar nicht sehen!! Als wir dann auf den Mann zugingen, konnten wir es kaum fassen, denn er hatte Donald Duck auf seinem T-Shirt – Eintrag auf meiner Schatzkarte: “Ente auf dem Shirt”! So sprachen wir ihn als Schatz an und er war durch die vielen Eintragungen auf unseren Karten mehr als überzeugt, dass er unser Schatz war und so kam ein richtig gutes Gespräch in gang. Beten durften wir für ihn nicht, aber Ralf frage, ob er ihm eine Bibel schenken darf, was er dann dankend annahm. Wow – das war wieder so eine präzise Wegweisung – danke Jesus! Wir sind dann zu einem nahe gelegenen Motorradgeschäft gegangen, das Ralf auf der Karte hatte, und schauten uns nach dem nächsten Schatz um. Und da kam er auch schon, es war eine junge Familie und da war die Frau mit einem “Aufkleber auf dem Shirt”, das hatte ich auf der Karte. Das war wieder so ein Wort der Erkenntnis, was man sich eigentlich nicht aufzuschreiben traut, denn wer hat schon einen Aufkleber auf seinem Shirt. Ich bin aber froh, dass ich es, nach längerem Zögern, dann doch getan habe, denn das hat diese Frau fast umgehauen! Es hat großes Interesse bei ihr geweckt und (ich hoffe) einen Hunger nach mehr von Gott! Es stellte sich nämlich heraus, dass sie auch Christen waren und nachdem wir für sie gebetet hatten, machten wir uns weiter auf den Weg …

Als ich dann abends wieder zuhause war, ließ ich, voller Dankbarkeit, den Nachmittag noch einmal im Geist an mir vorübergehen uns stellte fest, dass alles wieder geniales göttliches Timig war. Ein paar Minuten früher oder später und wir hätten die Schätze nicht angetroffen – danke Jesus! Und dann schaute ich mir den Flyer genauer an, den ich mir von Bernd habe geben lassen – und ich traute kaum meinen Augen – auf dem Flyer war ein großer “Affenkopf”; den hatte ich auch auf meiner Schatzkarte!       Ulli