Gott überwindet meine Menschenfurcht

Wir gehen im Sommer auf den Schlossplatz, es liegen sehr viele Leute auf den Wiesen- in Gruppen oder alleine- und genießen die Sonne.
Dann entdecken wir einen jungen Mann, auf den eindeutige Indizien zutreffen. Es ist also glasklar, dass wir ihn ansprechen sollten. Besser gesagt ich, denn die Hauptindizien stehen auf meiner Schatzkarte. Das Problem: er liegt neben seiner Freundin, ist in meinem Alter und rings um ihn herum in absoluter Hörweite (oder besser gesagt Hörnähe) liegen unglaublich viele andere Menschen. In diesem Moment kommt also eine abnorme, bis dato in diesem Ausmaß unbekannte, Menschenfurcht über mich. Ich kann einfach nicht hingehen. Ich spüre regelrecht, wie sich in mir etliche Hürden aufbauen. Meine Füße sind wie gelähmt. Die Gruppe betet daraufhin um Freisetzung für mich. Ich beschließe, zum Überwinder zu werden. Doch im nächsten Moment ist sie wieder da, die Mauer, die mich aufhalten will weiterzugehen. Aber es hilft nichts, in Begleitung gehe ich schließlich los und ich spreche die beiden an, darf auch für beide beten. Das Besondere an dieser Begebenheit ist aber das, was sich anschließend ereignet: Als wir wieder weggehen, kommt so eine Freude über mich. Ich spüre wie etliche Fesseln gesprengt worden sind und kann einfach nur noch vor Freude durch die Gegend hüpfen. (Darauf muss man sich gefasst machen, wenn die Freude Gottes über einen kommt 😉 )
Ich weiß einfach, dass diese Begebenheit absolut ausschlaggebend war für weitere Begegnungen an diesem Tag (der junge Mann mit dem Knochenkrebs) und darüber hinaus.

Carmen