Heilbronn – Paar, er hat die langen Haare

Schon beim Gebet im K3 fing diese Schatzsuche kurios an. Als wir nach der Teambildung, ich war mit Astrid und Manuel unterwegs, im Team die Schatzkarten austauschten, hatte Manuel Studio auf der Karte und ich hatte ein kurzes „Bild“ von einem Haar-Studio, an dem ich auf dem Weg zum Treffpunkt vorbeiging. Es war uns klar, dass das ein Ort sein muss, an dem wir Schätze finden. Und so war es auch – wir fanden dort drei Schätze. Schon als wir da ankamen kam sofort die Frau mit dem „langen braunen Mantel“ um die Ecke. Cool – das war stark. Dann suchten wir an einem Turm nach weiteren Schätzen, fanden aber keine. Wir beschlossen am Neckar-Seitenarm entlang zum Götzenturm zu gehen, denn wir waren überzeugt, dass der „Turm“, den Manuel auf der Karte hatte, der Götzenturm war. Auf dem Weg dorthin fanden wir weitere Schätze und hatten gute Gespräche mit ihnen und durften für sie beten. Dann, wir waren fast am Götzenturm angekommen, war ein junges Paar mit Kinderwagen vor uns. Ich spürte, dass wir sie ansprechen sollen und, obwohl wir nichts auf der Karte hatten, taten wir das dann auch. Es waren ausgesprochen nette Leute und es entwickelte sich ein sehr gutes Gespräch und am Schluss durften wir dann für sie beten. Und jetzt begann eine krasse Geschichte. Man könnte sie überschreiben: Göttliches Timing! Wir verabschiedeten uns von den jungen Leuten mit Kinderwagen und ich sah auf meine Karte und sagte: Wir sind ja jetzt am richtigen Ort, da ist der Götzenturm, die Neckarbrücke, der Sandkasten, die Bänke und wo ist jetzt das Paar, bei dem der Mann die langen Haare trägt? (ich hatte auf meiner Karte den Eintrag: “Paar, der Mann hat die langen Haare”). Und da ich das recht laut aussprach, eigentlich zu meinem Team, hörten wir in ein paar Metern Entfernung eine Frau sagen: Du, die suchen uns! Wir schauten auf – und da stand ein Paar vor uns, und der Mann hatte lange Haare – wow! Wenn wir eben nur Sekunden länger gesprochen, oder gebetet, hätten, dann wäre diese Situation nicht zustande gekommen – aber Pappa-Gott hat´s voll im Griff! Es entwickelte sich ein richtig gutes Gespräch, denn die beiden waren sehr freundlich, sehr umgänglich und sehr offen. Wir erzählten von unserem Glauben an Jesus und mussten dem Mann immer wieder erklären, was wir hier machen und wie das mit der Schatzkarte funktioniert. Er war derart baff, dass er immer und immer wieder das gleiche fragte. Dann boten wir Gebet an und sie nahmen willig an. Ich fragte den Mann, ob ich seinen Vornamen wissen dürfte, denn dann würde das Gebet persönlicher werden. Er sagte: Andreas! Ich hielt ihm meine Schatzkarte vor die Nase mit dem Finger auf dem Eintrag „Andreas“. Jetzt hätte es ihn fast umgehauen. Und wieder frage er: Wie macht ihr das? Dann fragte ich die Frau nach ihrem Vornamen und sie sagte: Andrea! Und Manuel hielt ihr seine Karte hin, mit dem Finger auf dem Eintrag „Andrea“. Jetzt war´s um beide geschehen; sie hielten den Atem an. Die Frau nahm mir jetzt meine Schatzkarte aus der Hand, studierte sie kurz und sagte verblüfft: Da steht ja alles drauf was wir gerade gemacht haben – und deutete auf verschiedene Begriffe wie „Pizzeria“. Nachdem sie sich dann etwas beruhigt hatten beteten wir für sie und sie nahmen uns dabei ganz fest in den Arm – wow. Auch beim Abschied – es war ein Abschied wie wenn sich Freunde verabschieden – lagen wir uns in den Armen. Was für ein Erlebnis; was für eine Führung, was für ein Timing, was für ein Gott – Danke Jesus!

Ulli :o)