Hosentausch

Heute war ich mit Rudi und Elisabeth in Ludwigsburg unterwegs. Wir waren zunächst am Bahnhof und hatten ein kurzes, eher mageres, Gespräch. Wir beschlossen, uns in Richtung Fußgängerzone aufzumachen, denn die hatten wir mehrmals auf unseren Karten. Als wir ein Stück gegangen waren, bemerkten wir, dass diese Straße, auf der wir uns befanden, eine Baumallee war – das hatte ich auf der Karte. Und dann waren da die gelben Schnür-senkel vor einem Schuhladen. Wir waren goldrichtig, denn vor uns waren drei Punks – die hatte Rudi auf der Karte. Wir sprachen sie an und es entwickelte sich ein richtig gutes Gespräch – sie hatten großes Interesse. Auf einmal sagt einer der Punks zu Rudi: Hey, deine Hose gefällt mir, tauschen wir die Hosen? Und Rudi ging auf diesen Deal ein. Dieser Mann durchstöberte seinen Seesack und förderte einige frisch gewaschene Hosen ans Tageslicht; und sie verschwanden um die Ecke um die Hosen zu tauschen. Wir kamen mit den anderen Beiden ins Gespräch, es war ein junger Mann und eine junge Frau – sie waren miteinander verlobt. Wir erzählten ihnen von Jesus und erklärten auch, dass wir für Heilung beten. Und so durfte ich meine Hand auf den Rücken des Mannes legen und gegen seine heftigen Rückenschmerzen beten. Die Stelle, an der meine Hand lag wurde nicht nur warm, sonder richtig heiß. Er und ich spürten das – es war auch für mich eine heftige Erfahrung. Nach dem Gebet waren seine Schmerzen viel besser – ich durfte noch einmal beten. Und wieder wurde es heiß, so heftig, dass der junge Mann in kürzester Zeit richtige Schwitzflecken bekam und er wurde ganz fein durchgeschüttelt – auch an seiner Stirn entstanden Schweißperlen. Dann waren die Schmerzen fast weg. Die junge Frau hatte das alles mit Erstaunen beobachtet und so fragte ich sie, ob ich auch für sie beten dürfte. Sie meinte, dass ich für ein Problem beten soll, das sie mit ihrer Oma hat. Und dann zeigte ich ihr meine Schatzkarte, da waren die Eintragungen: Oma und Haus. Das schlug voll ein, sie konnte es nicht fassen, dass das da stand. Und jetzt durfte ich für sie beten. Nach dem Gebet fragte ich den jungen Mann, ob ich noch mal beten darf, denn die Schmerzen waren nicht vollständig weg und er meinte, dass er sich erst mal von der Hitze erholen muss und dann darf ich nachlegen. Elisabeth hatte jetzt ein Gespräch mit der jungen Frau begonnen und fragte sie, was dieses Erleben mit ihr macht und sie gab zu, dass sie es ganz innen getroffen hat. Und nach einiger Zeit war sie dann bereit diesen Jesus, der solche Dinge tut, kennen zu lernen und gab ihr Leben Jesus. Dann betete ich noch einmal für den Mann – die Schmerzen waren nicht komplett weg, sie waren noch ganz fein vorhanden, aber es war gut so. Wir segneten die Drei und machten uns wieder auf den Weg. Als wir dann ein Stück gegangen waren und noch einmal über dieses Erlebnis sprachen wurde uns folgendes klar: Der Hosentausch von Rudi war der Türöffner zu den Dreien, die Heilung und die Hitze, auch die Eintragungen auf meiner Karte, war der Türöffner für diese junge Frau. Und so hinterließen wir dann einen sprachlosen Mann mit einer neuen Hose, einen genau so sprachlosen geheilten Mann und ein ganz neues Kind Gottes. Wow, was für ein Gott, was für eine Kraft und was für eine krasse Führung – es muss Ihm Spaß gemacht haben uns zuzuschauen! Dann waren wir in der Fußgängerzone unterwegs und fanden einige Zeit keinen Schatz. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Wir durften für eine muslimische junge Frau beten. Ihr Mann war dagegen, aber sie bestand auf das Gebet und so durften wir ihr die Hände auflegen. Nachdem Elisabeth für sie gebetet hatte waren die Rückenschmerzen weg – sie war auf der Stelle geheilt. Der Mann war baff und lief nach einem kurzen Gespräch einfach weg. Die Frau brach in Tränen aus und war total dankbar. Mir schien es so, als hätte sie schon sehr lange starke Schmerzen gehabt – und die waren jetzt weg, einfach weg! Sie wollte uns sogar Geld geben – was wir aber ablehnten. Dann trafen wir KARL – das stand ganz groß auf seinem T-Shirt. Und auch für ihn durften wir beten. Jetzt hatten wir nur noch einen Ort auf der Karte – das war Kirche und Spielplatz – ich wusste wo dieser Spielplatz war und so machten wir uns auf den Weg. Wir kamen dort an und ich sagte: Schaut, hier ist die Kirche und hier der Spielplatz – und ich schaue nach rechts und da läuft unser Schatz. Ein Mann mit einer Schiene am Arm und mit verbundenen Fingern – die hatten wir auf der Karte – es war die Rubrik: Heilung des Tages. Wir mussten lachen, denn er lief schon eine ganze Weile neben uns her! Wir sprachen ihn sofort als Schatz an und er war sehr offen. Er kam gerade von der Notaufnahme – er war gefallen und hat sich an einer Glasplatte die Mittelhandknochen der rechten Hand gebrochen. Wir durften die Hände auflegen und beten und während des Gebets fragte ich ihn, ob er etwas spürt – er meinte, dass es sehr kribbelt. Wir beendeten das Gebet und – die Schmerzen waren weniger und er konnte die Finger wieder bewegen. Wir beteten noch einmal und wieder wurde es besser – er konnte die Finger richtig stark bewegen ohne große Schmerzen. Verblüfft schaute er uns an. Elisabeth erklärte ihm dann was hier gerade passiert und erzählte, auf ihre feine Art, wie das mit Jesus so funktioniert. Sie frage ihn, ob das Erleben ihn innen berührt habe und er meinte: Ja sehr. Er hat richtig gezittert, man hätte von weitem gesehen, dass er stark berührt war. Elisabeth fragte ihn dann, ob er Jesus in sein Leben aufnehmen möchte und er meinte, dass er das machen möchte, aber daheim. Außerdem will er erst mal beobachten, wie das mit seiner Hand weitergeht. Und dann ging ein sichtlich beeindruckter und gesegneter junger Mann von uns weg. Und wir drei Schatzsucher gingen ähnlich beeindruckt und gesegnet zu unserem Sammel-platz. Danke Jesus, es ist stark mit Dir unterwegs zu sein.
Ulli