Ich will Euch trösten

Ein Mann mit genau der Kleidung, die wir auf der Karte hatten, schwankte vor uns her. Offensichtlich war er
angetrunken. Wir überlegten kurz, ob wir ihn trotzdem ansprechen und hatten den Eindruck, dass es richtig wäre.
Es dauerte eine Weile, bis sich eine Gelegenheit ergab, denn er ging erst noch in ein Geschäft. Wir warteten.
Als er herauskam, sprachen wir ihn an, worauf er sich sofort auf eine Bank setzte und uns zuhörte. Er war katholisch erzogen worden und hatte offensichtlich große Sehnsucht, nach Hause zu seinem Vater im Himmel zu kommen. Er weinte bitterlich, als wir mit ihm beteten. Er bezeugte seinen Glauben und lud Jesus in sein Herz ein. Vom Alkohol wollte er frei werden. Auch in dieses Thema und alles, was wir sonst an ihm sehen konnten, beteten wir hinein. Er wollte und sollte frei werden und  den Trost seines Vaters im Himmel erfahren.

Ein anderer Mann war genau in dem Moment unter der Autobrücke, die wir auf der Schatzkarte hatten, als wir dorthin
kamen. Wir erkannten ihn an einem Dreirad, das er dabei hatte. Durch uns ist Gott ihm direkt begegnet, in einem Moment, in dem Trauer und Sprachlosigkeit, Fragen und Ungewissheit sein Herz bewegten. Seine Frau hatte
in der zurückliegenden Woche ihr Kind nach 2/3 Schwangerschft verloren. Da wir etwas sehr ähnliches erlebt hatten,
konnten wir ihm das in unserem ersten Satz sagen. Er war dankbar für Gebet und konnte Tränen fließen lassen.
Wir beteten eine ganze Weile in alles hinein und bezeugten den Gott des Lebens und den Gott allen Trostes.
Es entstand dabei eine Sehnsucht, nocheinmal mit diesem Gott, den er eigentlich schon kannte, einen neuen Anfang zu machen.Wir gaben ihm ein Gebet mit und sprachen über die Gemeinden in der Stadt.

” Ich will Euch trösten, wie eine Mutter ihre Kinder tröstet.” Jesaja 66;13
Lied dazu von Arne Kopfermann. “Ich will Euch trösten” You Tube und gratis mp3 bei SCM shop

NoEl