Mein Fitnessstudio: die Straße!

Heute war es wieder eine ganz besondere Schatzsuche. Ich saß in der Bahn und bat Gott um Worte der Erkenntnis. Aus Zeitnot hatte ich erst in der Bahn Zeit die Schatzkarte auszufüllen. Gott war schon in der Bahn am Wirken- auf eine Weise, die ich noch nie zuvor gespürt habe. Als ich ihn nach Gebetsanliegen von unseren baldigen Schätzen fragte, hatte ich ganz kurz Schmerzen im Knie. Ich verstand sofort und schrieb „Knie“ auf. Sobald ich sie aufgeschrieben hatte, waren die Schmerzen weg. „Was noch, Herr?“ Plötzlich fuhr es mir in den Rücken und zwar ganz genau in der Mitte. Vielleicht ein Wirbel. Sobald ich es aufschrieb, war auch dieses Gefühl im Rücken wieder weg und ich spürte eine „Berührung“ an der rechten Schulter. Auch da verstand ich Gott sofort und schrieb „Schulterversteifung“ auf. Ich habe noch nie erlebt, dass ich Schmerzen von anderen spüren kann, noch bevor ich die Personen überhaupt getroffen habe!! Innerhalb von 10 Minuten war die Schatzkarte komplett voll! Gott, ich bin stolz auf dich!! Die Worte kamen diesmal wie am Schnürchen! So muss es sein! … Als wir am Stuttgarter Bahnhof in einen Warteraum gingen (hatte Martin aufgeschrieben), standen Sam und ich davor. Sam traf seine Kusine und redete mit ihr, als ich durchs Fenster sah, wie drinnen Raphael mit einem Schatz redete und mit seinem Arm an den Rücken deutete. Ohne lange zu zögern, wusste ich, dass es „mein“ Schatz war. Ich eilte also rein und zeigte dem Schatz, dass ich „Rückenschmerzen“ aufgeschrieben hatte und fragte die Frau (unser Schatz) sofort: „Hier in der Mitte oder?“ Sie bejahte. Ich sagte ihr: „Das wusste ich!“ (Hatte ich ja aufgeschrieben! Keiner von beiden hatte mir erzählt, was los war. Ich hatte einfach eine Gewissheit, die mir nur der Heilige Geist geschenkt hatte. Tja, soviel zum Thema übernatürlich! :-)) Weiter erzählte die Frau (sie war auch Christin), dass sie wohl eine Zerrung an den Händen hatte und ein komisches Gefühl im Knie und vieles andere. Wir beteten für alles und die Rückenschmerzen gingen von 4 auf 2 runter. Dann beteten wir noch einmal. Diesmal wanderten die Schmerzen. Sie waren nun nicht mehr am Rücken, sondern an der Seite. Wieder fing ich an zu lachen, weil ich auch jetzt wusste mit was ich es zu tun hatte und wie ich beten musste. Allerdings änderte sich nach dem Gebet nichts. Ich war verwundert und fragte nach. Schnell hatten wir die Ursache gefunden: etwas war in ihrem Leben noch nicht geklärt. Die Versöhnung mit der Mutter stand noch aus. Das hatte ich neben “Knie” aufgeschrieben und zeigte ihr auch dies. Sie war beeindruckt. Sie erzählte, dass sie ganz arg darunter litt (und anderes was noch in ihrer Familie schief gelaufen ist). Das war eigentlich das, worunter sie am meisten litt. Leider musste sie zum Zug, aber wir haben das „Vergebungsgebet“ auf dem Weg zu den Gleisen gesprochen. Sie hat sich dann herzlich bedankt. Das Gespräch war der Hammer! Ich hatte noch nie 4 Gebetsanliegen nebeneinander aufgeschrieben, die zu einer einzigen Person zutrafen! Trotzdem schade, dass ich nicht noch einmal gegen ihre Schmerzen beten konnte. Jetzt hätte Gott richtig freie Bahn gehabt…

Einer in unserem Team hatte Knieschmerzen bei Stufe 7,5. Bevor wir losgingen, beteten wir noch für ihn und die Schmerzen waren in Nullkommanichts weg! Ein Gebet, paar Worte, weg!! Juhuu! Unterwegs kamen sie wieder und wieder haben wir gebetet. Wieder gingen sie weg. Danke, Jesus!…

Wenn ich so über den Schatzsuchenachmittag nachdenke, muss ich sagen: Krass! Für was wir alles gebetet haben: Depression, Burnout, Knie- und Rückenschmerzen, Schulterversteifung, Versöhnung, Bein auswachsen, für ein neues Herz, für eine neue Niere (ein 22-Jähriger, den wir trafen, lebt von Dialyse, weil er keine Niere mehr hat!), gute Noten, Enttäuschung, seelischer Schmerz, …WOW!! Gott hat mich mal wieder zum Staunen gebracht! Ich wusste zwar nicht, wie man für alles betet, aber Gott trainiert!! Ich sage ja: die Straße ist mein Trainingsplatz!! Wann kommst du trainieren?

Simone