Nachtrag zu Esslingen

In Esslingen gab es noch eine starke Begebenheit: Als wir am Bahnhof über eine Ampel gingen, wir wollten zu einem Kino, lief eine Frau hinter uns, der es offensichtlich nicht gut ging. Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände! Wir sprachen sie an und boten ihr Gebet an. Sie lehnte sehr erbost ab und sagte in schroffen Ton: Mir geht es gut und wenn ich bete, dann bete ich alleine! Und mit gleicher schroffer Gestik drehte sie ab und lief zu ihrem Bus. Wir gingen weiter und waren doch ein bisschen betroffen, denn solch eine heftige Ablehnung erleben wir eher selten. Tage später hat mir dann jemand erzählt, wie diese Geschichte weiter ging. In diesem Bus saß eine gläubige Frau und sie hat folgende Begebenheit erlebt: Die Frau betrat, immer noch verärgert, den Bus und machte ihren Unmut gegenüber dem Busfahrer Luft: Da haben mich welche angesprochen und wollten für mich beten; die wollten doch bestimmt nur mein Geld … Sie fand im Busfahrer ein Gegenüber und so waren beide am Richten. Die gläubige Frau, die hinten im Bus saß, kannte uns und begann zu beten, dass der Herr es so richten soll, dass diese Frau neben ihr Platz nimmt. Und genau so kam es! Die Frau ging ganz durch den Bus und setzte sich neben sie. Dann sprach sie diese verärgerte Frau an und konnte ihr erklären, dass wir es gut gemeint hatten. Und nach einiger Zeit durfte sie dann für diese Frau beten.

Ich habe diese Geschichte hier aufgeschrieben, weil sie mich sehr ermutigt hat. Wir erleben oft Ablehnung und hier sieht man, was Gott aus solch einer Situation macht. Wir meinen, es ging voll daneben, aber der Herr steht über den Dingen! Wir brauchen nur treu unseren Teil zu bringen – alles Andere hat Er im Griff …
Ulli