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Pastorale Erlaubnis

Wir waren dieses Wochenende in Bad Langensalza in Thüringen unterwegs und waren eins von sieben Teams. Schon kurz nach dem Start fanden wir unseren ersten Schatz, doch die Frau war sehr ablehnend und wir ließen sie ziehen. Dann kamen wir an einen Ort, an dem viele von unseren Schatzkarten-Eintragungen eintrafen. Wir hatten ein bestimmtes Denkmal, Zebrastreifen, Bäcker, Pflanzenkübel, Kirche und noch einige mehr. Wir hielten Ausschau nach dem Schatz, aber weit und breit war kein Mensch. Es lag wohl auch an dem Regenschauer, der kurz zuvor niederging. Wir beteten und Michel hatte den Eindruck die Straßenseite zu wechseln – was wir dann auch taten – und nach kurzem Warten sahen wir unseren Schatz. Da kamen zwei Ehepaare aus einer Seitenstraße gelaufen und eine der Frauen hatte rote Schuhe an – die hatten wir auf der Karte. Wir mussten nur kurz warten und dann waren sie auch schon unserem Bereich – die Schatzkarten hatten sich mehr als erfüllt. Wir sprachen die Frau mit den roten Schuhen als Schatz an und sie war ganz angetan und freute sich. Ihr Mann war eher ablehnend, aber er ließ das Gespräch zu. Nach einer kurzen Zeit schaltete sich der Mann des zweiten Ehepaars in das Gespräch ein und wollte wissen aus was für einer Gemeinde wir seien; er und seine Frau waren auch Christen. Es stellte sich heraus, dass er in das Leiterteam einer Gemeinde gehörte; und als er erfuhr, dass wir Leute aus einer Gemeinde vor Ort und ich aus dem GospelForum waren, hatte er keine Bedenken mehr. Wir hatten sozusagen „pastorale Erlaubnis“! Die Frau des Gemeindeleiters begann uns nun betend zu umrunden und mir war es, als wären wir in einem geschützten Raum – es entstand eine Gebetswand und das Gespräch wurde leicht. Nach einiger Zeit des Redens und Erklärens fragte ich die Frau, ob sie eine Beziehung mit Jesus hat und sie verneinte nach einer Zeit des Nachdenkens. Dann fragte ich sie, ob das nach all dem Erlebten jetzt nicht dran wäre. Wieder nach einer Zeit des Nachdenkens sagte sie: Doch, es ist jetzt dran, ich möchte mein Leben Jesus geben – und dann sprachen wir zusammen ein Übergabegebet. Die anderen Teammitglieder führten das Gespräch weiter und ich wandte mich zu dem Gemeindeleiter. Ich fragte ihn, was das gerade Erlebte mit ihm macht. Und er antwortete (und mir war so als hätte er Tränen in den Augen): Ich bete schon Jahrzehnte für diesen Tag und jetzt erlebe ich es; und dann noch auf so eine herrliche Art und Weise. Wow – Danke Jesus, was bist Du für eine guter Gott; was für eine krasse Führung. Ulli :o)

Kommentar ( 1)

  1. Maillot Bayern Munich says:

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