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Post aus Gießen : Das Abenteuer hat begonnen

Moin Ulli, die Wege des Herren…. Meine Frau – krank… Unser Hund – krank… Ich – vor einer Woche aus dem Krankenhaus raus und noch matt. Habe mich heute morgen aber zum Gottesdienst motiviert und auf den Weg gemacht. Unterwegs sehe ich unseren Nachbar – Spitzname Jesus – gilt als verwirrt, verschlossen und seltsam. Er und seine Frau pflegen einen Lebensstil den der “Normalo” nicht nachvollziehen kann. Beide ziehen die schwerstbehinderte Enkeltochter gross, nachdem sich ihre Tochter bei Nacht und Nebel aus dem Staub gemacht hat. Naja, “Jesus” heute morgen, ca. Hälfte des Weges zur Gemeinde, barfuß mit Kinderwagen im Affentempo, joggend auf dem Radweg unterwegs. Ich fragte mich, wo er Sonntag morgens in dem Tempo wohl hin will…. Zwei Ampeln weiter – ich rot und warte. Ich weiß ein bisschen mehr wie Andere über “Jesus” – und halt nicht nur die üblichen Scheisshausparolen. Ich schaue so nach oben und sage zum Herren : Wo immer “Jesus” auftaucht, ich zu gegen bin und er Fürsprache braucht, werde ich für ihn sprechen und beschützen. 10 Uhr 15. Der Lobpreis ist im Gange rappelts an der Tür. Ich in der letzten Reihe, drehe mich um und wer steht da – “Jesus”…. mit Kinderwagen. Ich sofort auf, zur Tür, bitte ihn herein, hole ihm einen Stuhl. Ich sitze wortlos da, schaue an die Decke und muss laut lachen. Gott hat Humor. Plötzlich fängt “Jesus” an zu sprechen. Ich kenne nur “hallo” von ihm wenn er vorbei hetzt. Ich schaue ihn an und überlege mir wie ich ihn am besten nach seinem Namen frage. In der selben Sekunde reicht er mir die Hand : “Ich bin der Martin”. Ich stelle mich vor und frage ihn, wie es ihn ins Haus Gottes verschlägt? Martin erzählt, das vor ein paar Wochen ihn Leute ansprachen, für ihn und seine Enkelin beteten und das Kind salbten. Und das sie der Schatz wäre. Aber die Leute hätten einen  süddeutschen Akzent gehabt…. WoW…ist die Welt nicht ein Dorf? Kurz vor Ende des Gottesdienstes verabschiedete er sich weil er weg müsse, kommt aber nächsten Freitag zum Männerabend der bei mir stattfindet. Interessant? Die Wege des Herren….Anschließend wollten Gemeindemitglieder natürlich wissen, wer der Mann war. Also musste ich “für ihn sprechen (Fürsprechen). Wollte der Chef oben mal sehen, ob und wie ich mein Wort halte. Witzig, oder? Meinst Du denn?
Gruzz Norman

Kommentare ( 2)

  1. rrpuitoi says:

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