Rollator an der Eisdiele

Heute waren wir in Ludwigsburg und es war schönes Wetter. Martin und ich warteten auf unseren Schatz vor einer Eisdiele. Dieser Ort stand auf unserer Schatzkarte, wodurch wir uns an diesem Ort orientiert hatten. Plötzlich gegen 16:30 Uhr kam uns eine mittel-ältere Frau mit ihrer Begleitung entgegen gelaufen. Martin lief auf die Begleitung zu und ich auf die Frau mit dem Rollator. Später hat sich dann herausgestellt, dass es geführt war, dass wir uns aufteilten, da beide Frauen ganz andere Anliegen, Nöte und Probleme hatten. Als ich auf die Frau mit dem Rollator zuging und ihr erzählte, dass sie unser Schatz ist, und mehrere Hinweise auf sie zutreffen wie Rollator, Eisdiele, Parkautomat, Bioland, Rewe, Straßenlaterne und Parkautomaten, war sie anfangs uns gegenüber sehr skeptisch. Sie versuchte sich in Ausreden zu flüchten und sagte: „Warum ich, ich hab hier noch mehrere Menschen mit Rollator gesehen?“ Doch ich kam mit ihr ins Gespräch über den Glauben und konnte ihr das ganze Evangelium in seiner Fülle erzählen. Unter anderem was Jesus für sie am Kreuz getan hat, dass Jesus sie liebt und dass er an einer Beziehung mit ihr interessiert ist. Als sie das hörte begann sie von ihrem Leben zu erzählen. Sie litt unter Schmerzen am Bein. Ihr zweites Problem war, dass sie von Hass, Bitterkeit, Boshaftigkeit geplagt wird und daher sehr hart geworden ist. Es war deutlich zu sehen, dass sie schlimme Dinge in ihrem Leben erlebt hatte und deshalb den Menschen nicht vergeben konnte. Das hat ihr Herz sehr verletzt. Zu dem erzählte sie mir, dass sie Hoffnungslosigkeit habe – genau das stand auf meiner Schatzkarte. Zu sehen, wie eine Frau ihr Herz ausschüttet, hat mich wirklich sehr bewegt. Ich konnte ihr daraufhin erzählen, dass Jesus ihre Seele heilen möchte, ihr Frieden und Vergebung schenken will, aber auch ihr Bein heilen wird. Als ich ihr die Hände auflegen und für sie beten konnte, durfte ich spüren wie Frieden in ihr Herz kam. Ich spürte, dass diesem Moment eine Entscheidung in ihrem Leben stattgefunden hat, an dem sie all ihren Hass, Sorgen und Lasten hinter sich lassen und an Jesus abgeben kann und wie die Liebe Jesu der Frieden und die Freude in ihr Leben kommen wird. Nach dem Gebet wahr sie total erstaunt und sagte, dass sie etwas gespürt habe. Die Schmerzen von ihrem Bein sind fast weg. Vor dem Gebet waren die Schmerzen auf Stufe 8 und nun auf Stufe 1. Erstaunend zu sehen war, wie sie während dem Gebet die Gegenwart Gottes in Form von Heilung erleben durfte. Danke Jesus du bist gut!!! Nach dem Gebet kam ich weiter mit ihr ins Gespräch. Ich fragte sie, ob sie bereit ist ihr Leben Jesus Christus anzuvertrauen und es in seine Hände zu übergeben? Sie war unschlüssig, da das alles sehr neu für sie war. Sie erzählte sie mir dann, dass sie sich vor zwei Wochen eine Bibel gekauft hatte und ich durfte sie ermutigen im Neuen Testament Gottes Wort zu lesen. Danach sagte sie zu mir: „Man merkt das du glaubst, man merkt das du glaubst!“ Das hat mich danach sehr berührt, da ich kurz vor der Begegnung Jesus gebeten habe, mir mehr Liebe für die Leute zu schenken, so wie ER sie liebt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass sich genau  dieses Gebet bei der Frau erfüllt hatte. Sie spürte einfach, dass es keine leeren Worte waren, die ich mit ihr gesprochen habe, sondern dass Jesu Liebe dahinter war. Im Anschluss daran sagte sie: „Ich werde mir heute Nacht überlegen, mein Leben Jesus zu übergeben!“ Ich fand einfach keine Worte mehr, so überwältigt war ich! Zum Schluss verabschiedete ich mich von ihr und sie bedankte sich sehr für mein Gebet. Diese Begebenheit, die ich mit Gott erleben durfte, ist nicht nur irgendein Zeugnis, sondern es ist eine Ermutigung für alle Christen das Evangelium zu erzählen und zu sehen wie es in Kraft tritt.
Cornelius