Schatzsuche am 11.10.2014 in Waiblingen

Wir gingen Richtung Stadtmitte. Als wir am Cafe Mildenberger standen, trauten wir unseren Augen nicht. Wir hatten “Rollstuhlfahrer” auf unserer Schatzkarte stehen, “Friseur” und “Stufen”. Genau dort hielt sich der Rollstuhlfahrer auf. Lena und ich gingen zu ihm hin und entdeckten, dass er in seinem Rollstuhl ein Nickerchen machte. Wir versuchten uns durch ein leichtes Zupfen an seiner Jacke bemerkbar zu machen, jedoch ohne Erfolg. Darauf setzten wir uns auf die Steinstufen um ein wenig zu warten, vielleicht würde er ja noch aufwachen. Da fiel uns ein junger Mann neben uns auf, mit einer “Plastiktüte” und “Turnschuhe” (diese Hinweise hatten wir auch auf unserer Schatzkarte) Wir sprachen ihn an und kamen ins Gespräch. Er hörte sehr aufmerksam zu, als wir erzählten was wir schon alles mit Gott erlebt haben und dass auch er ein ganz besonders wertvoller Schatz für Gott ist. Er meinte: Viele Menschen sind für Gott wertvoll aber er zählt ganz bestimmt nicht dazu. Ich fragte ihn trotzdem weiter, ob ich für ihn beten dürfe. Aber er meinte: Meine kleinen Probleme sind für Gott ganz bestimmt nicht so wichtig. Lena und ich schauten uns an und waren uns einig: Na, gerade die Kleinigkeiten sind für Gott genauso wichtig. Und als er das hörte, begann er sich doch zu öffnen. Dann deutete er auf meinen Schatzzettel auf “Depressionen”. Genau darunter litt er, und zwar so mächtig, dass er dadurch schier unüberwindbare Probleme in seinem Leben hatte! Lena und ich waren kurz innerlich erstarrt vor Schock, und wussten gleichzeitig: Gott wird ihn heute heilen! Genau deshalb hatte Gott uns zu diesem Mann an diesen Ort gesandt. Wir beteten und er vertraute sein Leben Jesus an. Während wir beteten spürte ich deutlich wie der Geist der Depression von ihm wich. Seine blasse Gesichtsfarbe änderte sich und wurde voll Leben! Danke Jesus!!! Da er aus der Schweiz kam, fragte ich ihn ob er dort Christen kennt – zu denen soll er gehen. Er stimmte zu. Als wir auseinander gingen, war ich echt überwältigt, von der Herrlichkeit Gottes die sich hier offenbart hat. Auch mit dem Rollstuhlfahrer und seinem Freund kamen wir anschließend ins Gespräch und durften zum Schluss für sie beten. Für den Rollstuhlfahrer, dass er nicht operiert werden muss an seinem Arm. Und für seinen Freund, dass er von dem frei sein soll, was ihn gefangen hält. Sie waren sehr herzlich und offen zu uns, so dass wir lange noch miteinander redeten. Es war so schön, dass wir diese Herzlichkeit bei ihnen erleben durften, und stellten im Nachhinein fest: Das muss die Herrlichkeit Gottes an diesem Ort bei diesen Menschen gewesen sein! Martin