Schatzsuche in Bad Cannstatt

Gestern hatten wir einen genialen Einsatz in Bad Cannstatt. Vor der Abfahrt habe ich in Psalm 126 gelesen: “Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie die Träumenden.” Und genau so geht es mir. Der Einsatz war so krass, dass ich dachte zu träumen. Bin gerade nach Hause gekommen und frage mich immer noch, ob das ein Traum war oder real. Preis den Herrn, es ist real. Es tut mir leid für jeden, der nicht dabei war. Ihr habt was verpasst! Wir waren zu viert. Simone hat den Einsatz geleitet. Da ich mir den Fuß heftig angeschlagen hatte, (der Arzt meinte, die Zehe könnte gebrochen sein) war es gar nicht sicher, ob ich mitgehen könnte oder im Hintergrund beten würde. Wir haben dann für meinen Fuß gebetet und mir war klar, dass ich mitgehen werde. Preis den Herrn, die Schmerzen sind beim Gehen immer weniger geworden. Nach dem Einsatz war der Fuß viel besser als vorher. Wir sind dann los gegangen und haben als erste Schätze im Bahnhofsgebäude zwei Polizisten gefunden. Wir durften für beide beten und sie für ihren schwierigen Dienst segnen. Der Einsatz hatte gut angefangen. Als Nächstes fanden wir einen Postboten, der beide Unterarme verbunden hatte. Er glaubte bereits an Gott und nach unserem Gebet meinte er, dass es besser geworden sei. Danach ging es Schlag auf Schlag und wir fanden einen Schatz nach dem anderen. Da es zu viel wäre, über alle zu berichten, möchte ich mich auf zwei beschränken. Einer war ein obdachloser Mann aus Rumänien. Ich war mir sicher, dass Gott ihn uns über den Weg geschickt hatte. Beim Gebet für den Mann war die Gegenwart Gottes stark zu spüren und man konnte sehen, dass der Mann innerlich berührt war. Er erzählte uns, dass er morgens nach dem Aufwachen immer zu Gott betet, dass dieser ihm helfen möge. Ich glaube, dass Gott seine Gebete erhört hat und an diesem Tag ganz gewaltig an sein Herz anklopfte. Wir beteten, dass er eine Wohnung findet und von einer bestimmten Krankheit geheilt wird. Kurz darauf fanden wir einen Mann, der ursprünglich aus dem Iran kommt. Wir hatten ein längeres Gespräch mit ihm, in dessen Verlauf Simone ihm das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte. Auf einmal fing er an zu weinen, weil er innerlich so berührt war. Wir haben ihn dann zum Gottesdienst am nächsten Tag eingeladen, in den er auch tatsächlich gekommen ist. Beim Aufruf ging er nach vorne und hat damit bezeugt, dass er die Hilfe Gottes für sein Leben sucht. Ich bin mir sicher, dass Jesus noch große Dinge in seinem Leben tun wird.
Gott ist so gut und es gibt nichts Besseres, als dort zu sein, wo er ist: Auf der Straße, bei der Suche nach seinen verlorenen Schafen. Am Abend zu Hause musste ich mich mehrmals selbst in den Arm zwicken, um zu sehen, ob ich träume oder wach bin. War das tatsächlich heute alles geschehen? Ja, es ist Realität, Jesus lebt! Ich habe dann von ganzem Herzen gebetet, dass Gott Arbeiter in die Ernte sendet. Die Ernte ist riesig und der Arbeiter sind noch viel zu wenige. Wenn es dir irgendwie möglich ist, dann komm und hilf, die Ernte einzubringen.
Rudi

Ist es wirklich so einfach erlöst zu werden?

Ich möchte Rudi danken für seinen Bericht! Der ist echt großartig! Auch ich möchte schreiben, was ich an dieser Schatzsuche ganz besonders toll fand und zu dem letzten Schatz, den wir getroffen hatten und der mit im Gottesdienst war, etwas hinzufügen. Als wir mit ihm redeten und ihm das Evangelium erzählten und ihm sagten, dass das Heil und die Rettung für ihn bezahlt wurde und er, um es anzunehmen, nur drei Sätze sagen müsste wie: „Danke, Jesus, dass du am Kreuz für mich gestorben bist. Ich möchte dein Geschenk am Kreuz für mich annehmen. Bitte verzeih mir und komm in mein Leben.“ hat er immer und immer wieder nachgehackt und gefragt: „Ist das wirklich wahr? Kann Gott mich erlösen?“ Und wieder: „Ist es wirklich so einfach erlöst zu werden?!“ Das konnte er kaum glauben. „Muss man wirklich nicht mehr machen?“ Wir versicherten ihm immer und immer wieder, dass es wirklich so einfach ist und ermutigten ihn, es zu glauben. „Ja, und wie kann man mit Gott sprechen?“, fragte er. Wir sagten ihm, du kannst so mit Gott sprechen, als sei Er dein Freund, denn Er ist es auch. Und wieder sagte er: „Das kann doch nicht so einfach sein?!“ Und ob….

Ja, das Heil zu erhalten und mit Gott in Kontakt zu kommen ist so einfach!!! UND ES KOSTET NICHTS!!! Danke Jesus! Du hast bereits alles dafür bezahlt!!

Und wieder merkte ich, wie schwer es für Menschen ist, einfach nur Gottes Liebe anzunehmen. Warum fällt es uns denn so schwer zu glauben, dass Gott uns liebt? Seien wir doch nicht so misstrauisch und vertrauen Ihm mal. Er liebt uns tatsächlich!

Dass Gott sogar meinen Namen kennt?!!

Als Andi und Rudi mit dem Obdachlosen sprachen, standen wir Mädels bei folgenden Hinweisen auf unseren Schatzkarten: „Park, Springbrunnen, Karussell, Kirche, Wasser.“ Diese Hinweise waren alle da. Jetzt fehlte nur noch ein Mann im Karohemd. Und da kam er auch schon! Wir sprachen ihn an, erklärten ihm die Schatzsuche und sagten: „Schauen Sie hier steht das Karohemd, da ist die Kirche, dort das Karussell, wir sind bei dem Park und direkt vorm Springbrunnen…“ Wir sagten ihm, dass wir Christen seien und für ihn beten wollten. Er hatte Rückenschmerzen und suchte eine Wohnung. So beteten wir für seine Anliegen. Auch Rückenschmerzen hatten wir auf der Karte! Während wir mit ihm sprachen, gingen eine Frau, die einen Strohhut aufhatte, und ein Mann mit schwarzen kurzen Haaren an uns vorbei. Beides hatten wir auf unseren Karten. Dies waren dann weitere Hinweise, die uns bestätigten, dass wir am richtigen Ort waren…Dann erzählte er uns, dass er auch Christ sei und in die Kirche ging, die wir auf der Karte hatten. Es war schon ein freundschaftliches Verhältnis zwischen uns entstanden und er erzählte uns von seinem Leben. Dann fragte ich ihn, ob wir auch das eben Erzählte Gott hinlegen könnten und er bejahte. Also beteten wir auch dafür. Zu Beginn hatte er uns seinen Nachnahmen verraten. Nach dem Gebet meinte er voller Verwunderung und Freude: „IHR WARD ZUR RICHTIGEN ZEIT AM RICHTIGEN ORT! Das war kein Zufall. Ich werde über unsere Begegnung nachdenken!“ Kurz vor der Verabschiedung fragte ich ihn, ob er uns noch seinen Vornamen verraten könnte und er sagte: „Siegfried.“ Ich fing an zu lachen, holte meine Schatzkarte erneut heraus, zeigte sie ihm und meinte: „Schauen Sie mal, was hier steht, genau da oberhalb des Karohemds! Hier steht „Siggi“! Und Siggi ist ja die Abkürzung von Siegfried!“ Er schaute auf meine Karte und überzeugte sich davon, dass da tatsächlich „Siggi“ stand. Dann war er noch perplexer. In diesem Moment erreichte seine Verwunderung ihren absoluten Höhepunkt und er war dermaßen perplex, dass er nichts mehr sagen konnte und einfach wegging. Das waren ihm definitiv zu viele Hinweise!! In seinem Gesichtsausdruck konnte man folgendes lesen: „Dass Gott sogar meinen Namen aufgeschrieben hat?!“

Ach wie ich es liebe zu sehen, wie Menschen von Gott berührt werden!! Das ist dann der Moment, in dem ich Luftsprünge mache!!

Danach hatten Rudi und ich noch ein Gespräch mit 3 Männern. Einer davon starrte die ganze Zeit auf den Boden. Man sah ihm an, dass er traurig, deprimiert, frustriert wie auch immer war. Erst wollten sie kein Gebet und etwas später nachdem wir ihnen das Evangelium erzählt hatten, wollte sie es doch. Während wir beteten, sah man wie der Mann immer mehr den Kopf und den Blick hob. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich zunehmends und man spürte, dass es um ihn leichter wurde! Gott hatte ihn verändert!

Wow! Ja genau so soll es sein! Die Menschen sollen fröhlicher von uns gehen, wie sie uns getroffen haben.

Herr, ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast und es richtig krachen hast lassen auf der Schatzsuche. Kurz und knackig, genau so wie ich es mir gewünscht hatte! Danke, dass du so viele Menschen in nur 2,5 Stunden berührt hast!! Dir sei alle Ehre!! Und danke, dass du so viele krasse Dinge tust, auch wenn wir „nur“ vier Schatzsucher waren.

Simone