Schatzsuche in Bad Cannstatt

Es war meine zweite Schatzsuche, an diesem Samstag 16.08.2014. Vorausgegangen war eine Woche, in der Gott immer wieder über die geplante Schatzsuche in Bad Cannstatt geredet hat. Am Stärksten fand ich die Bibelstelle am Mittwoch: “Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir, dieweil mich der Herr gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Gebundenen Lösung der Bande, auszurufen ein Gnadenjahr des Herrn” (Jes. 61,1-2). Das waren die Absichten Jesu für diesen Samstag und er hat uns daran beteiligt. Wir haben so vielen “Schätzen” Jesus bekannt machen können, es war mehr als erstaunlich. Ich möchte es nur beispielhaft hier wiedergeben. Als wir aus dem Bahnhof kamen, trafen gleich mehrere Ortshinweise auf unseren Schatzkarten zu. Schnellimbiss, Eisdiele, große Uhr. Aber um welche Person geht es? Da, eine Frau am Schnellimbiss (dachte ich). Sylvia meinte: “Ich sehe die langen Ohrringe”. Dann lasst uns da hin gehen, sage ich. Wir laufen los Richtung Schnellimbiss. Aber dann biegen Sylvia und Lena ab, direkt in eine Gruppe von Obdachlosen. Später sagte Sylvia zu mir, ich sei ganz schön mutig. Stimmt nicht, Gott hat einen Irrtum benutzt, um uns genau dorthin zu bringen! Die Frau mit den Ohrringen war drogensüchtig, total traurig und verzweifelt. Ihr Partner war schon im Gefängnis. Jesus hatte den Boden bereitet. Die beiden öffneten sich. Am Ende durfte ich für sie beten und habe ihnen Gemeindeanschluss empfohlen (er kannte das Gospel Forum). Ich kann nicht alles beschreiben, was mich bewegt hat. Danach ein tiefgehendes Gespräch mit einem anderen Obdachlosen. Er hat uns seine Wunde im Brustbereich gezeigt. Man hatte ihn mit dem Messer angegriffen und ist nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Er hatte starke Schmerzen. Gemeinsam durften wir für ihn beten. Leider ist es nicht, während wir da waren, besser geworden. Aber wir hoffen, dass es noch kommt. Auch da ist das Herz aufgegangen. Er möchte gerne für uns kochen! Als ich ihm in die Augen sah, ist sein Äußeres völlig in den Hintergrund getreten. Ich habe nur noch einen Menschen gesehen, den Jesus total lieb hat, und wo alles nach Leben schreit. Er hat mit einem Pastor Kontakt, der immer wieder mit ihm betet. Wie gut! Es folgten noch etliche andere Schätze. Zwei haben Jesus in unserem Beisein ihr Leben übergeben. Eine Trauernde (Vater war gestorben) wurde getröstet. Ein junger Mann, der Jesus in sein Leben aufgenommen hat, ist außerdem aus ungutem Einfluss seiner Mutter herausgetreten. Da ist Befreiung geschehen. Es war toll mit anzusehen, wie auf einmal die Mundwinkel deutlich nach oben zeigten. Es war alles zum Staunen und Jubeln. Aber nicht nur das. Zu Hause haben sich die “Schätze” auf mein Herz gelegt, eine Schwere darüber, dass noch so viel nötig ist. Wie gut, dass Gott, der alles vorbereitet und uns geführt hat, auch um das Weitere weiß und trägt. Jedes Wort das er im Vorfeld geredet hat, ist eingetroffen (Jes. 61). Und es hat auch im noch Ungewissen Kraft! Seid gesegnet, Schätze Gottes.
Norbert

Im Cannstatter Carré trafen wir Maria. Mehrere Merkmale auf unseren Schatzkarten trafen auf sie zu und sie war unser Schatz. Sie lief an einem Rollator, da sie eine Hüftoperation hinter sich hatte und nur mit Rollator oder Stock laufen konnte. Wir haben einige Zeit mit ihr gesprochen. Sie ist gläubige Katholikin. Dann musste sie dringend weg. Ich hab noch kurz für sie gebetet und Heilung ausgesprochen. Danach nahm sie die Hände von ihrem Rollator weg und lief sofort langsam umher, ohne Wagen. Sie konnte es nicht fassen und sagte immer wieder zu mir, ich sei ein Heiliger. Ich habe ihr erklärt, dass sie Jesus geheilt hatte und wir dankten zusammen Jesus. Ich habe sie noch in den Gottesdienst eingeladen. Beim Weglaufen schupste sie ihren Rollator vor sich her und hatte offen-sichtlich Freude dabei. Danke Jesus!
Uwe

Heute waren wir mit elf Teams unterwegs – so viele wie noch nie. Das Wetter ließ zu wünschen übrig, aber in den vier Stunden der Schatzsuche war es genial. Danke Jesus! Wir waren in Bad Cannstatt unterwegs und trafen uns in der Jugendherberge Cann. Von dort aus bin ich mit meinem Team losgezogen und schon an der ersten Ecke trafen wir unseren ersten Schatz – Alexander, ein Verkäufer von Fanartikeln. Wir durften nach einem kurzen Gespräch für ihn beten. Und dann sind wir durch den Cannstatter Bahnhof zum Haupteingang gelaufen und auch dort trafen wir einen Schatz. Eine junge Familie auf die eine Vielzahl von Indizien zutrafen. Aber sie hörten uns nicht einmal zu und sind einfach weitergelaufen. Wir hatten – Park – auf der Karte und so machten wir uns auf den Weg Richtung Kursaal. Wir kamen auf dem Weg an eine Stelle, an der sich viele Ortseintragungen erfüllten. Wir sprachen eine Frau an, aber die wies uns schroff ab. Dann sprachen wir eine Gruppe von drei muslimischen Leuten an, denn die Frau mit der Hochsteckfrisur war unser Schatz. Zwei von ihnen haben sich dann schnell verflüchtigt, doch unser Schatz blieb. Wir sprachen eine kurze Zeit mit dieser Frau und dann durfte ich ihr die Hände auflegen und ihr Kopfweh war sofort weg – Kopfweh hatten wir auf der Karte. Die Frau reagierte verstört, betroffen und fassungslos und ging dann in ihren Laden – ich denke, das wird sie nie vergessen. Dann, auf dem Weg zum Kursaal-Park, trafen wir zwei Frauen mit Hund – eine davon war unser Schatz. Wir durften auch für sie beten, denn sie konnte nach einer Operation ihren rechten Arm nicht mehr richtig bewegen. Nach zwei- maligem Gebet konnte sie ihren Arm heben, nach vorne strecken und berührte sogar die Mitte ihres Rückens – das konnte sie vorher nicht, sagte sie uns. Wow, danke Jesus! Nach einem längeren Gespräch schenkten wir ihr ein Johannesevangelium und luden sie in unseren Gottesdienst ein – und wir verließen zwei wirklich beeindruckte Frauen. Wir betraten den Kursaal und hatten kurz Kontakt mit einer jungen Frau, für die wir beten durften. Dann sind wir in den Park gegangen – auf der Suche nach einem Springbrunnen. Die Brunnen waren alle aus und so konnte man nicht sehen welcher von den vielen Brunnen ein Springbrunnen mit Fontäne war. Wir sind dann etwas planlos durch den Park gewandert, waren aber auf Gottes vorbereiteten Wegen, denn da kam eine Joggerin. Die hatten wir auf der Karte. Sie meinte, dass sie eigentlich nie so läuft, sie biegt immer weit vorher ab, aber heute musste sie hier laufen. Wir erklärten ihr, dass das ein vorbereiteter Weg Gottes ist. Sie war sehr offen und so entwickelte sich ein langes geniales Gespräch. Nach einiger Zeit wurde ihr klar, dass die Lösung aller ihrer Probleme nur Jesus sein kann und so willigte sie ein ihr Leben Jesus zu geben. Nachdem sie Jesus ihr Leben gegeben hat, erklärten wir ihr, wie das Leben als Christ weitergeht und dann haben wir sie noch ins GospelForum eingeladen. Und dann mussten wir uns schon wieder auf den Heimweg machen. Als wir wieder am Treffpunkt waren, das war hinter dem Bad Cannstatter Bahnhof, erzählten wir uns unsere Erlebnisse. Da wir eine sehr große Runde waren mussten wir laut sprechen. Als ich nach einiger Zeit nach links schaute, sah ich einen Mann, der auf einer Bank saß und uns aufmerksam zuhörte. Ich dachte, den muss ich, wenn das hier vorbei ist, ansprechen. Konstanze tat das dann auch gleich nach dem Abschlussgebet. Dieser Mann war beeindruckt von unseren Berichten und wollte Gebet; und das bekam er dann auch. Cool!
Ulli