So sehr liebt Gott…

…es ging mir nicht besonders gut, letzten Samstag. Einerseits drängte es mich, auf Schatzsuche zu gehen, andererseits habe ich mich eher nicht „gut drauf“ gefühlt. Letztlich hab ich mich aufgemacht und gebetet: „Herr, ich geh um Deines Namens willen. Bitte mach was draus und schenk mir irgendwie Ermutigung. Ich bitte Dich um offene Türen für Dein Evangelium“.
Es folgte eine megastarke Schatzsuche in Esslingen.
Gleich am Anfang durften wir für zwei Mädels beten und ihnen das Evangelium erklären. Sie waren sehr berührt und haben unsere Karte mit dem entscheidenden Gebet gerne mitgenommen. Dann kam eine Frau mit Kinderwagen mühsam die Treppe herunter – ich dachte, komm geh schnell hin. Es kam die ganze Familie hinterher, drei Generationen. Alle hörten total interessiert das Evangelium (…keiner, der wegstrebte) – ich durfte die Frau und die ganze Familie segnen! Es ging wirklich Schlag auf Schlag, kein Leerlauf, fast keine Ablehnung. Die Punkte auf den Schatzkarten trafen ins Schwarze. Der Hit war „…schiebt Fahrrad“. Mehrmals standen wir in der Nähe eines abgestellten Fahrrads. Da ein Mann…komm wir warten, ob er es gleich schiebt oder aufsteigt. Er schiebt…Halleluja…eindeutig Schatz. Wir erklären ihm unsere Schatzsuche und wie sehr Gott ihn liebt. Wir dürfen für seine Arbeitssituation beten…aber Gott wünscht sich ja mehr, es geht um Beziehung, um einen Bund. Er nimmt es mit dem Herzen auf und übergibt im Gebet Jesus die Herrschaft über sein Leben – Halleluja!
Ich spürte einen starken Kontrast in mir: einerseits meine Begrenztheit und andererseits war da auf einmal ein starkes Empfinden von: „…egal was wir heute anfassen, es wird Gold daraus“.
So standen wir da…dachten noch über die letzte Begegnung nach. Dann kam ein junges Paar mit Kinderwagen. Der junge Mann trug ein T-Shirt mit einer Abbildung: Ein auf dem Kopf stehendes Kreuz. Sie gingen an uns vorbei. Hinten auf dem T-Shirt in großen Buchstaben: „Fuck me Jesus“. Es passte nichts auf der Schatzkarte, aber ich hörte mich sagen: „…das geht ja gar nicht“.
Es gibt Situationen, die entwickeln sich so schnell, dass sie fast am Verstand vorbeilaufen – das war so eine. Ich lief ohne groß nachzudenken hinterher und sprach sie an: „Sorry, wenn ich Euch so anspreche, wir machen eine Schatzsuche und eigentlich passt auf Euch überhaupt nichts, aber ich muss Euch trotzdem sagen: Jesus hat Euch total lieb!“ Zuerst Erstaunen, dann Zurückweisung…am Ende durften wir für sie beten, dass sie ein inneres Zeugnis vom Vater im Himmel in ihr Herz bekommen. „Fuck me Jesus“ – Seine Antwort: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab…“. Einmal mehr, dass ich nur staunen konnte…
NoEl