Tabea (Name geändert), die unten arbeitet

Wir hatten schon eine sehr erfolgreiche Schatzsuche hinter uns und beteten dennoch, dass der Herr uns noch was ganz besonderes erleben lassen solle. Wir hatten den Eindruck auf einem Platz beim Alten Schloss zu warten, aber da sich nach einiger Zeit nichts ergab, beschlossen wir die Schatzkarten noch einmal zu vergleichen. Wir schauten die Karten durch und hatten noch: Brunnen, Krokodil und viel gelbe Kleidung. Die ganze Schatzsuche hielten wir nach einer Person, die viel gelbe Kleidung anhatte, Ausschau – aber wir hatten keinen Erfolg. Wir beschlossen in die Passage vor der Stiftskirche zu gehen, denn da gibt es einen Laden, der das Krokodil als Logo trägt. Als wir dort ankamen, sahen wir, dass direkt vor dem Laden ein Brunnen war. Wir schauten durch die Glastüren in den Laden und da stand auf dem Boden ein fast lebensgroßes Krokodil aus Kunststoff. Wir mussten lachen, wie klar sich doch oft die Eintragungen auf den Schatzkarten erfüllen. Als ich eine Weile durch die Türen sah um einen Schatz zu entdecken, viel mein Blick auf viel gelbe Kleidung! Im Laden gab es viel gelbe Kleidung und ich sagte zum Team: „Es muss doch nicht unbedingt so sein, dass jemand viel gelbe Kleidung anhat. Sie kann doch auch im Laden hängen!?“ Allgemeine Zustimmung! Ich sagte, wir gehen rein und sprechen die junge Frau an der Kasse an – mit Namen! Ich hatte zwei Frauennamen auf der Karte: Susanne und Tabea. Ich entschied mich für Tabea, denn das war für mich der passende Namen für das Alter der Person an der Kasse. Wir gingen in den Laden und fragten die Frau, ob sie Tabea hieße – sie verneinte und meinte, dass Tabea unten arbeitet. Voller Freude Tabea gefunden zu haben, fragte ich die junge Frau, ob sie uns Tabea beschreiben könne. Sie zeigte uns auf dem Bildschirm der Überwachungskamera, wer Tabea ist und an welcher Stelle im Laden sie sich gerade aufhielt. Wir gingen die Treppe herunter, suchten und fanden Tabea. Tabea hatte sehr große Not in ihrem Leben und wir durften für sie beten. Als wir fertig gebetet hatten, verließen wir einen sichtlich veränderten Menschen.

Ulli