Tamm

Gestern hatten wir einen Einsatz in Tamm im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Das Wetter war für die Jahreszeit ungewöhnlich gut, die Sonne schien und innerlich spürte ich eine angenehme Aufgeregtheit. Mir war klar, dass Gott an diesem Tag etwas Wunderbares tun würde. Ich war zusammen mit Simone, Michael, Joy in einem Team. Als Kleidung des Tages hatten wir “Kapuze”. Wir achteten also besonders auf Leute, die eine Kapuze trugen. Nach ca. 30 Minuten gingen wir in eine Art Seitenstraße. Die Sonne stand mittlerweile so tief, dass ich von ihrem Licht geblendet wurde. In einiger Entfernung konnte ich deutlich einen Mann mit Frau und Kind an der Straße stehen sehen. Die Frau hatte unter dem Pullover ein Kapuzenshirt an und die Kapuze war tief in ihre Stirn gezogen. Mir war sofort klar, dass ist einer unserer Schätze. Nach einer kurzen Absprache mit dem Team gingen Michael und ich auf unsere Schätze zu. Simone und Joy blieben im Abstand von ein paar Metern zurück, um zu beten. Ich habe dann die Frau angesprochen und ihr erzählt, was wir machen und dass wir glauben, dass sie unsere Schätze sind. Der Mann stand sprachlos daneben, hörte aber aufmerksam zu. Ich erzählte ihnen, was Gott in meinem Leben getan hatte, dass ich heroinabhängig gewesen war und dass Jesus mich frei gemacht hat. Die Worte gingen mir ganz leicht von den Lippen und die Gegenwart Gottes war stark zu spüren. Wir konnten uns Zeit lassen und den beiden erklären, dass Jesus für sie am Kreuz gestorben war und dass es wichtig sei, dieses Geschenk Gottes auch anzunehmen und Gott zu bitten, dass er ins Leben kommt. Ich fragte, ob sie Jesus in ihr Leben aufnehmen wollen und die Frau antwortete ohne zu zögern mit einem klaren Ja. Der Mann hatte ja die ganze Zeit sprachlos zugehört. Auf meine Frage, ob er auch glaubt, gab er zuerst keine Antwort. Aber ich spürte innerlich, dass er glaubt und dass Jesus ihn retten will. Ich hatte dann etwas Ungewöhnliches auf dem Herzen, was ich ihm sagen wollte. Und zwar sagte ich ihm zwei Mal: “Ich kann Ihnen an der Nase ansehen, dass sie glauben.” Nachdem ich das gesagt hatte, nickte er und stimmte zu, Jesus in sein Leben einzuladen. Ich rief dann Simone und Joy hinzu, um uns beim Übergabegebet zu unterstützen. Die Frau betete laut mit, der Mann still in seinem Herzen. Halleluja. Wir gaben beiden eine Einladung zum Regionalgottesdienst in Tamm und ermutigten sie auf jeden Fall dorthin zu gehen und Kontakt zu einer Gemeinde zu suchen. Ich bin sicher, dass Gott das gute Werk, welches ER in ihrem Leben angefangen hat, auch vollenden wird. Gott ist nicht jemand, der irgendetwas anfängt und es dann nicht zu Ende bringt.

Interessant ist noch, dass Michael auf seiner Schatzkarte das Wort “Nase” stehen hatte. Wir rätselten am Anfang vor dem Einsatz noch, was es damit auf sich hat. Jetzt wissen wir es. Halleluja. Danke Jesus.

Liebe Freunde, die Ernte ist riesig, aber es fehlen noch Erntearbeiter. Jeder ist herzlich eingeladen beim nächsten Einsatz mitzumachen. Lasst euch das nicht entgehen. Betet bitte für uns. Vielen Dank, euer Rudi.