Totales Gelingen

Heute hatten wir eine Schatzsuche, die man mit „totales Gelingen“ überschreiben muss. Bis auf einen Ort, der Schillerplatz, fanden wir an allen Orten, die wir aufgrund unserer Karten angelaufen hatten, unsere Schätze. Sie waren wie hingestellt – ohne großartige Suche. Wir sind vom Kunstmuseum aus durch die Saturn-Passage gegangen und dort fanden wir an der Rolltreppe unseren ersten Schatz; wir erkannten ihn an der Sonnenbrille. Schon beim Austausch unserer Karten hatten wir über die Eintragung „Sonnenbrille“ gelacht, denn es war ein sehr trüber Tag. Doch hier war sie, die Sonnenbrille auf der Nase unseres Schatzes. Dann am Eingang der Gloria-Passage fanden wir den Mann mit den grünen Schuhen und während des Gesprächs mit ihm ging die Frau mit der gelben Jacke in die Passage. Das Gespräch mit dem grünbeschuhten Mann war sehr kurz und somit konnten wir der gelben Jacke nachjagen. Wir holten sie am anderen Ende der Passage ein. Dann fanden wir den Mann mit dem Hund im Schlossgarten, die Frau mit dem langen schwarzen Mantel und dem Hut, dann am Landtag angekommen trafen wir das Pärchen mit dem Lippenpiercing. Dann war am Schillerplatz nix, doch auf dem Marktplatz war die Frau mit den weißen Papiertüten. Nach dem Gebet für diese Frau entschlossen wir uns in die Eberhardstraße zu gehen, denn ich hatte heute Morgen, als ich die Schatzkarte ausgefüllt hatte, ein Bild: Ich sah die Eberhardstraße (obwohl noch nie dort war) zusammen mit einer besonderen Schaufensterpuppe. Nicht so eine übliche mit Armen und Beinen, sondern ein Torso, der unten einen lackierten Holzfuß, oder Holzständer mit drei Beinen, hatte und oben über dem Torso einen runden Stab, der einen Kopf andeuten soll. Ich sagte noch zu meinem Team, wenn wir dort jetzt diese Puppe finden, dann müsst ihr mich festhalten. Und so kam es dann auch. Wir fanden die Eberhardstraße und liefen sie hinauf; als wir an einer Boutique vorbeikamen – hatten wir auf der Karte – konnte ich meinen Augen fast nicht trauen. Mitten in dem kleinen Laden stand meine Holz-Torso-Schaufensterpuppe!!! Vor dem Laden war ein Fahrradständer in Herzform – das hatten wir auch auf der Karte; wir waren goldrichtig!! Im Laden waren einige Kunden und wir wussten zuerst nicht, wer davon jetzt unser Schatz ist. Wir prüften anhand der Karten wer es denn sein könnte und weil wir länger zögerten, leerte sich der Laden und die Verkäuferin war dann ganz alleine drin. Sie war unser Schatz! Wir betraten den Laden und ein geniales Gespräch kam in Gang. Es kam kurz eine Kundin herein, die aber gleich wieder ging und so konnten wir ungestört dieses Gespräch zu Ende führen. Als wir dann für sie gebetet hatten, sprachen wir noch eine kurze Zeit mit ihr und verabschiedeten uns dann. Als wir den Laden verlassen wollten, kam eine größere Gruppe von Kunden herein und die Verkäuferin musste wieder an ihre Arbeit – das ist göttliches Timing! Halleluja!! Wir fanden dann noch den Mann mit der dunklen Hautfarbe und den Jungen mit dem Handy und machten uns dann in die Marienstraße auf, der letzte Ort, den wir heute erreichen mussten. Dort am Lidl angekommen fanden wir den Mann mit den weißen Lederschuhen. Andreas hatte die ganze Zeit immer Ausschau nach ihm gehalten und uns gesagt, es sind keine weißen Sportschuhe, sondern Lederschuhe – und hier war er. Andreas und Sarah kamen mit ihm ins Gespräch und, man kann es nicht anders sagen, die Hand Gottes war mit ihnen. Denn es dauerte nicht lange und Andreas konnte mit dem Mann, den wir am Lidl und McDonalds vor dem Schmuckladen an den weißen Lederschuhen erkannten, ein Übergabegebet sprechen – Sarah durfte ihm dann noch die Hände auflegen und ihn segnen. Und dann war nicht nur Freude im Himmel!!

Ulli