Über Gott kann man nicht diskutieren

Marcel (Name geändert) war heute das erste Mal mit uns auf Schatzsuche. Er hatte „Affe, der Zähne zeigt“ aufgeschrieben. Wir waren schon auf dem Rückweg, als uns jemand nach der Uhrzeit fragte. Es war ein älterer Mann, der eine rote Jacke anhatte. Sarah sagte ihm, wie viel Uhr es sei und realisierte dann die rote Jacke, die wir auf unsere Karte hatten. Sofort waren sie im Gespräch. Sarah las „onkey“ auf seinem T-Shirt, was er unter der Jacke anhatte und wunderte sich. Marcel und ich standen etwas abseits, als wir plötzlich gerufen wurden. „Schau Marcel! Er hat einen Affen auf dem T-shirt, der Zähne zeigt!“ Jetzt war der Affe sichtbar und „monkey“ stand drunter. Der Mann war sehr belesen und bat Gott jeden Tag, dass er ihn heilen würde. Er hätte Schmerzen in den Beinen, unter anderem weil ihm eine Kniescheibe fehlen würde. Es war recht schwer ihn davon zu überzeugen, dass wir für ihn beten könnten und dass Gott ihn heilen wolle. Es schien eher als wolle er mit uns über den Glauben diskutieren. Zum Diskutieren waren wir aber nicht gekommen und wieder fragten wir ihn, ob wir für Heilung beten dürfen. Ich gab schon auf. Das alles hatte doch keinen Zweck. Der Mann wollte nicht… Dann auf einmal bekamen wir die Kurve im Gespräch und er willigte schlussendlich doch ein. Der Mann meinte, dass ein Bein kürzer wäre als das andere. Wir kannten uns schon ein bisschen mit so etwas aus und prüften es, indem Marcel seine Beine nahm und sie verglich. Wir sahen nichts. Marcel betete und vertrieb die Schmerzen im Namen Jesu. Während seines Gebets beteten wir drei anderen mit. Dann baten wir ihn aufzustehen. Er lief ein paar Schritte und meinte, es sei besser, die Schmerzen haben nachgelassen. Er setzte sich wieder hin und wir fragten, ob wir noch einmal beten könnten. So beteten wir noch einmal. Dann stand er aufgrund unserer Anweisung wieder auf und lief wieder ein paar Meter. Ich fragte ihn, ob es noch besser sei als es vorher besser war. Er bejahte. Er willigte ein, dass wir ein drittes Mal für ihn beten dürfen und wieder lief er. Dann schaute er Marcel an und sagte: „Du bist Jesus!! Gott hat mir heute Jesus über den Weg geschickt!“ Dieses Erlebnis war für mich sehr besonders, weil ich den Mut von Marcel bewunderte. Bei meiner ersten Schatzsuche war ich noch nicht so mutig gewesen! Wir waren sehr stolz auf ihn! Ich freute mich auch miterleben zu dürfen, wie aus einem Menschen, der gerne über den Glauben diskutiert, ganz „brav“ und ruhig wird, wenn er Gott erlebt. Er war so verwundert, dass Gott eben nicht nur in einem Buch zu lesen ist, sondern dass man ihn auch erleben kann, sodass er meinte: „Ich wollte eigentlich gar nicht geheilt werden!“ Und man wusste, dass er damit einfach nur seine Verwunderung ausdrücken wollte!

Simone