Und Felix konnte gehen…

An diesem Samstag hatten wir sehr viele und tiefe Begegnungen mit vorbereiteten Menschen – wow, Gott hat es so richtig krachen lassen. Ich möchte aber hier nur die letzte Stunde der Schatzsuche erzählen. Wir waren gut zwei Stunden unterwegs – unser nächstes Ziel war der Bahnhof. Auf dem Weg dort hin trafen wir eine Frau an einer Litfaßsäule; das hatten wir im Gebet so bekommen. Sie hatte eine Kette und Ohrringe aus Bernstein – beides hatten wir auf der Karte. Wir kamen mit ihr ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass wir auch ihren Namen verzeichnet hatten. Diese Frau war durch diese übernatürliche Begegnung derart berührt und reif, dass sie sich nach Minuten für Jesus entschieden hat – wow. Eine Zeit später verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Dort trafen viele Dinge ein, die wir auf unserer Schatzkarten verzeichnet hatten – und da war er, der Mann im Rollstuhl; dabei eine Betreuerin. Wir sprachen sie an und es entwickelte sich ein sehr gutes Gespräch – es waren außerordentlich nette Leute. Der junge Mann im Rollstuhl erzählte uns von seiner Krankheit. Er leidet von seiner Geburt an unter einer spastischen Lähmung. Er kann, so erklärte er uns, sich bewegen, aber er muss sich dabei sehr auf seine Arme oder Beine konzentrieren. Er muss ihnen durch seine Gedanken regelrecht sagen was sie tun sollen – und so tun sie es dann. Ein beschwerliche und mühsame Art Dinge zu tun, oder Wege zu gehen. Er sagte uns, dass ein Problem im Kopf dafür verantwortlich ist und heute hätte er dazu noch fürchterliche Kopfschmerzen. Ich fragte ihn, ob wir gegen alle seine Beschwerden beten dürften – und er bejahte es. Fangen wir mit den Kopfschmerzen an, sagte ich und sah zu Esther, eine Schülerin des FireStarters-Kurses – Esther, das ist dein Teil! Esther hatte eine Woche zuvor ein Wort der Erkenntnis bekommen – dass sie, wenn sie auf die Schatzsuche mitgehen würde, Kopfschmerzen heilen werde (was sie bis dato noch nie gemacht hatte). So betete sie ein 15Sekunden Heilungsgebet, wie sie es auf der Schule gelernt hatte, und – die Schmerzen waren besser. Dann betete sie noch zwei Mal und – die Schmerzen waren komplett weg. Felix (Name ist geändert) war total baff – und genau so seine Betreuerin. Sie meinte: So etwas hab ich ja noch nie erlebt. Aber auch Esther war baff – dass durch ihr Gebet fürchterliche Kopfschmerzen einfach gegangen sind. Dann fragte ich Felix: Dürfen wir jetzt auch für deinen Kopf beten, gegen die Lähmung? Er bejahte sofort. Ich sah Esther an und erkannte sofort, dass ihr Glaubenslevel auf 130% war. Ich sagte: Esther, betest du weiter? Und sie nickte. Sie betete wieder ein 15 Sekunden-Heilungsgebet – und, es veränderte sich nichts. Ich hatte jetzt ein Wort der Erkenntnis. Der Herr sagte mir: Betet länger. Ich sah Esther an uns sagte ihr: Bete länger, wir werden sehen, wann es gut ist – alles was kommt sprich aus. Und so legte sie los und betete ein starkes Gebet, ein Gebet des Glaubens. Als sie fertig war sprach ich Felix an: Hast du was gespürt? Er sagte: “Ja, da ist etwas gewichen, ich fühle mich ganz leicht”. Dann sagte ich ihm: “Ich hatte in diesem Moment übernatürlichen Glauben – ich wusste ganz tief innen, dass das jetzt dran war. Komm, dann machen wir Schritte des Glaubens”. Und ich zog ihn aus dem Rollstuhl. Jetzt stand er vor seinem Rollstuhl und stammelte: “Das kann ich doch eigentlich gar nicht!” Dann sagte ich ihm: “Komm wir gehen ein paar Schritte.” Und als er einige Schritte gegangen war, sagte er mit sehr bewegter Stimme: “Das kann ich eigentlich gar nicht machen!” Wir standen jetzt auf der Stelle und ich sprach mit ihm über Jesus. Er unterbrach mich immer wieder mit dem Satz: “So lange kann ich eigentlich gar nicht stehen!” Wow! Wir gingen zum Rollstuhl zurück und Felix blieb stehen; seine Betreuerin war fassungslos. Wir wollten eigentlich, dass beide ihr Leben Jesus geben, aber sie waren beide mit der Gesamtsituation derart überfordert, dass sie nicht mehr richtig zuhören könnten. Sie hatten aber verstanden dass Jesus in seiner Liebe diese Heilung vollbracht hatte. Wir übergaben ihnen eine Karte, auf der ein Übergabegebet abgedruckt ist – das konnten wir noch vermitteln – und sie nahmen diese Karte gerne an. Dann war auch die Zeit gekommen, dass sie zur S-Bahn mussten – und – Felix schob seinen Rollstuhl quer durch die Bahnhofshalle zum Bahnsteig und seine Betreuerin ging daneben her – Felix hat sich nicht mehr in den Rollstuhl gesetzt.
Das ganze ereignete sich vor dem Haupteingang des Pforzheimer Bahnhofes und viele Passanten haben es mitbekommen. Eigentlich hätte ich mich zu den Leuten wenden sollen, ja sogar müssen, um ihnen Jesus zu predigen; aber das habe ich versäumt. Na das nächste Mal dann. Es gibt kein Falsch; wir lernen aus allem!
Ulli