Wie ein Karpfen auf trockenem Land…

Eine grundlegend falsche Entscheidung hatte fatale Folgen. Es hatte ihn förmlich aus dem Wasser katapultiert, den Karpfen. Nun liegt er da, auf einem trockenen Stück Land. Dort zappelt er, schlägt wild um sich. Viele andere neben ihm haben dadurch auch schon einiges abbekommen. Schon lange ist er da, er weiß schon gar nicht mehr, dass es einmal anders war. Das Zappeln und um sich Schlagen ist normal geworden, sein Leben eben. Jetzt hat er sich dabei die Flosse angeschlagen, es tut weh.
Eine Erinnerung an Gott lässt ihn beten: Gott, hilf meiner Flosse, es tut so weh.
Gott hört ihn. Er will ihm ganz nah kommen, ihn berühren und zurück ins Wasser bringen, weil er weiß, dass dort auch seine Flosse heilt. Aber der Karpfen versteht nicht, sieht nur die Flosse und wehrt sich.
Ist das nicht tragisch?
So geht es vielen Menschen. Das Leben hat Spuren hinterlassen, es tut weh.
Gott möchte uns berühren und hineinführen in seine Gegenwart, in seine Herrlichkeit.
Das ist der ursprüngliche Lebensraum, für den Gott uns bestimmt hat, so wie den Karpfen für das Wasser. In diesem Lebensraum werden wir heil, denn Gott heilt nicht nur, er ist Heilung.
Lass ich mich von ihm anrühren und mitnehmen in seine Herrlichkeit….
NoEl