19.09.2015 Schatzsuche in Stgt.-Feuerbach – “…Jesus fühlte erbarmen mit ihnen, denn sie waren abgequält und erschöpft…”

„Als er aber die Volksmenge sah, fühlte er Erbarmen mit ihnen, denn sie waren abgequält und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!“ (Matth. 9, 36ff)

Gestern waren wir auf Schatzsuche in Feuerbach. Besonders bewegt hat mich die Zusammensetzung dieser Jesustruppe. Wir waren 13, davon viele junge Leute. Zwei waren lange nicht dabei, sind jetzt aber neu angezündet und zwei, die wirklich zum ersten Mal Schätze suchten. Später, in der Schlussaustauschrunde wurde ganz klar, Gott hat hier Menschen mit ganz viel „Herz“ und besonderen Gaben in die Ernte gesendet. In seine Ernte!
Ich gebe ein paar Highlights aus verschiedenen Gruppen wieder:
– bereits kurz nachdem wir gestartet waren, sahen wir mitten auf einer Kreuzung (kaum Verkehr) zwei junge Männer stehen. Auf der Schatzkarte stand „Kreuzung“ und wir spürten, das sind unsere Schätze. Wir haben sie angesprochen. Beide waren Moslems aber sehr offen. Im Verlauf des Gesprächs kam ein Auto, wir machten Platz und ließen es durch. Es stieg ein junger Mann aus. Es war ein Freund von unseren Schätzen. Ich dachte, er sei ebenfalls Moslem und es würde jetzt deutlich schwieriger. Das war aber nicht so. Auf meine Frage hin sagte er, er sei katholischer Christ. Wir bekamen also Unterstützung. Wir erklärten das Evangelium und fragten unseren ersten Schatz, was er dazu denke und ob er Jesus in sein Leben einladen möchte. Wir dachten, dass seine Äußerung ein „Nein“ bedeuten würde und so holte ich ein vorformuliertes Gebet aus meinem Rucksack, um es ihm mit zu geben. Er nahm es und las es laut vor. Aber nicht wie man etwas kritisch liest, er las es als Gebet! So fragte ich ihn, ob er das so gemeint hat und wirklich wolle, dass Jesus sein Herr ist. Es kam ein klarer „JA“! Wow, das war stark. Wir bestätigten diese Lebensübergabe im Namen Jesu und segneten ihn. Dann durften wir für seinen Freund beten, der mit dem Auto dazugekommen war. Es zeigte sich, dass er ein Klassenkamerad eines Schatzsuchers ist. Danach war auch der dritte Schatz total offen und wollte Gebet. Er war geistig behindert und wir hörten, dass er aus Afghanistan stammt und dort Massaker an Kindern mit ansehen musste. Wie viel kann ein Mensch aushalten….Wir konnten nur erahnen, was alles in dieser Seele und in seinem Geist beschädigt wurde. Aber Gott, der Herr der Ernte, hat ihn uns anvertraut. Wir segneten ihn mit dem Namen Jesus, mit Salböl vom Gnadenthron. Als wir ihn anschließend fragten, sagte er, es geht ihm besser….
– gegen Ende der Schatzsuche kam uns eine Frau entgegen. Wir fühlten herzliches Erbarmen, dann sahen wir aber auch zutreffende Punkte auf unserer Schatzkarte. Sie machte einen total „fertigen“ Eindruck. Zuerst war sie sehr skeptisch und wusste nicht so recht, was sie sagen sollte. Dann kamen Tränen und sie sagte uns, dass ihr Mann vor kurzem gestorben war und ihre Kinder, für die sie sorgen muss, wären mit ihr im Streit. Auch jetzt wieder, wie viel kann ein Mensch aushalten…Wir erklärten ihr viel von Gott, dass er selber größte Schmerzen erlitten hat und wie sehr er versteht…und helfen will. Es war ein längerer innerer Kampf, den die Frau kämpfte, bis sie für Gebet einwilligte. Wir beteten…Jesus war da…Auf unsere Frage, wie es ihr jetzt geht: Besser…Wir gaben ihr ein vorformuliertes Übergabegebet mit.
– auf der Schatzkarte stand „Meterstab“ und da war ein Obi-Baumarkt. Ein geeigneter Ort, um zu diesem Stichwort Schätze zu finden. Und dann war da ein älteres Ehepaar (Mitte 80). Sie waren sehr davon berührt, „Schatz Gottes“ zu sein und erlaubten, für sie zu beten. Es traf Mitten ins Herz und sie weinten…(Anmerkung: Das besondere war, dass sich bei einer neuen jungen Schatzsucherin eine total starke und schöne Gabe zeigte. Sie kann in besonderer Weise in die Herzen fühlen und sie aufschließen).
– wir trafen auf einen Mann im Rollstuhl. Er war in einer traurigen, bekümmerten Haltung. Wir erzählten ihm von der Liebe Gottes und er öffnete sich. Er hatte vom Rauchen eine kaputte Lunge und musste permanent eine Sauerstoffflasche dabei haben. Wir durften beten und legten ihm dabei die Hände auf die Brust. Wir sprachen den Namen Jesus und seine Heilungskraft über ihm aus. Die Gegenwart Gottes war total stark zu spüren. Er hat immer versucht, es selber zu schaffen in seinem Leben und dabei viel durchgemacht. Wir erklärten ihm das Evangelium und die Liebe Gottes war spürbar. Er übergab Jesus sein Leben…

„…Jesus fühlte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren abgequält und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben…“

NoEl