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Darf ich dich was fragen…?

„Wenn ihr doch heute auf seine Stimme hören wolltet: Verschließt euer Herz nicht…“ (Ps. 95, 7 u. 8)
Es war schon zum Ende der Schatzsuche. „Ich seh die Frau mit ‚rotem Kleid‘.“ Eigentlich hatte ich keinen Elan mehr, aber na gut. „Wenn Ihr’s auf dem Herzen habt, dann lasst uns hingehen.“ Die Schatzsucherinnen – zum ersten Mal dabei – machten das richtig gut. Man sah der jungen Frau mit rotem Kleid an, dass es ihr nicht gut ging. Irgendwie wirkten auch die anderen Jugendlichen bei ihr eher peinlich berührt. Aber der Heilige Geist war da und berührte ihr Herz. Wir durften für die Frau beten…dann ging sie. Die andern hatten alles mit bekommen und so konnten wir einfach jeden der Reihe nach fragen. „Nein, mit Jesus fang ich nichts an. Wenn ich Hilfe brauche, hilft mir mein Opa. Der ist gestorben, aber er ist trotzdem bei mir und passt auf mich auf und ich kann mit ihm reden. Ich möchte lieber meinen ‚Engel‘ kennen lernen,“ sagte die junge Frau. „Ja, aber glaub mir, Jesus ist der Chef, er ist größer als alle Engel. Es ist viel besser, ihn zu kennen und mit ihm zu leben,“ versuchte ich zu erklären. Ihr Freund sagte ähnliches, seine verstorbene Oma würde mit ihm reden. Man spürte das hin- und hergerissen sein, einerseits das „Nein“ in Bezug auf Jesus, dann aber: „Darf ich dich was fragen?“ „Klar.“ „Kann das sein, dass alle Fenster und Türen zu sind und trotzdem Bilder von der Wand fallen…“ Ich erkläre dem Jugendlichen, dass es das schon gibt und dass das aufhört und die Depressionen gehen, wenn ich im Namen Jesu dafür beten darf. Die innere Auseinandersetzung war spürbar…es blieb beim ‚Nein‘. Aber ein wichtiger Prozess hat begonnen. Was ich versäumt hatte zu sagen: Manchmal gibt es ‚Stimmen‘, die sagen zu Dir: ‚…hör da nicht drauf…es ist doch gut, so wie es ist…lass bloß nicht für dich beten…‘. Aber jeder hat die Würde selber zu entscheiden und da gibt es diese leise, sanfte Stimme, die dich liebt…Du hast die Freiheit, dich für diese Stimme zu entscheiden.
NoEl

 

 

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