Die Schatzkarte mal ganz anders …

Am Samstag wollte ich eigentlich einen freien Tag genießen, da wir an den letzten beiden Wochenenden in zwei Gemeinden zu Schatzsuche-Schulungen eingeladen waren. Innerlich angestoßen bin ich aber dann in den Nordschwarzwald gefahren, denn dort waren meine Hirsauer Geschwister wieder aktiv. Und ich bin froh, dass ich dorthin gefahren bin. Ich habe doch die Verheißung: Dort wo ich mit meinem „Himmel auf Erden“ hinfahre, kommt der Himmel auf die Erde – und genau so war es.
Schon auf der Brücke, auf der wir uns trafen, begann das Wunder – wir waren noch keinen Meter gegangen und da war schon der erste Schatz. Bei uns Schatzsuchern gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Die Person, die wir wegen des Gruppenfotos ansprechen ist automatisch Schatz! Und so war es auch heute. Wir kamen mit dem Fotografen, ein junger Mann, ins Gespräch und im Laufe der Unterhaltung stellte sich heraus, dass er sich zwar als Christ bezeichnete, es aber nicht verstanden hatte, was ein Christ genau ist. So erklärten wir es ihm von Grund auf und er gab sein Leben Jesus. Gut, dass wir „gesetzlich“ sind! -:)
Und dann erfüllten sich unsere Schatzkarten so, wie ich es selten erlebt habe. Wie eine „wirkliche“ Schatzkarte, die einen Schritt für Schritt weiterführt. Beim Vorlesen der Schatzkarte war die Bezeichnung „Bar“ gefallen und ich sah die Straße hinunter und, da war eine Bar – in einer „schmalen Gasse, die den Berg hinauf führt“; genau wir auf unserer Karte. Wir machten uns auf den Weg in diese Richtung. Auf meiner Karte stand „Haus mit einem großen Stein an der Ecke“ und da war dieses Haus. Das nächste Indiz war „gelbes Haus“ und das Eckhaus am Anfang dieser Gasse war ein gelbes Haus – wir waren auf der richtigen Fährte. Als nächstes hatten wir „Post“ auf der Karte und dort war eine Gaststätte, die so hieß. In der Mitte der Gasse angekommen traute ich meinen Augen nicht. Auf der Schatzkarte hatten wir „Wald aus Bäumen“, aber irgendwie doch nicht Wald aus Bäumen (welch eine sonderbare Eintragung) verzeichnet. Und auf der Giebelwand dieses Hauses war ein großes Gemälde – es war ein Wald aus Bäumen – wir waren auf dem richtigen Weg. Ich sah jetzt auf meine Karte, ich hatte „blaue Wand“ eingetragen. Das Nachbarhaus hatte eine blaue Wand, nein, es war eine blaue Wand! Auch dieses Gebäude war bemalt – mit Wolken, komplett mit Wolken; blaue Wolken. Wir waren jetzt an der richtigen Stelle. Ich meine nur noch: Lass uns an dem blauen Haus klingeln, dort wohnt der „Sohn des Friedens“. Wir mussten nicht klingeln, denn auf dem Weg zur Eingangstür, ging diese auf und ein sehr freundlicher Mann kam heraus; mit dem wir schnell ins Gespräch kamen. Es war ein sehr offener und warmherziger Mann – es war richtig nett. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass er große Schmerzen in seinem linken Bein hatte. Nach mehrmaligem Gebet war der Schmerz fast komplett weg – es war nur noch ein leichtes Ziehen im Bein. Er ging immer und immer wieder die Stufen zu seinem (blauen) Haus hinauf um die Heilung zu testen. Er konnte es nicht fassen. Dann hat er uns zum Kaffee eingeladen – wie ich oben schon schreibe, es war sehr nett dort. Dann sind wir zum nächsten Ort gezogen und trafen den nächsten Schatz …
Ulli