Die Schatzkarten erfüllen sich oft im Gehen

Von unserem Treffpunkt, dem Alten Schloss, sind wir Richtung Kleiner Schlossplatz gezogen, denn das war die erste Ortsangabe auf unseren Schatzkarten. Wir hatten Glasbau (Kunstmuseum Stuttgart), weißes Oberteil, schwarze Hose, schwarze Schuhe, Anzug und Halleluja auf unseren Karten verzeichnet. Als wir dort am Museum ankamen, fanden wir gleich den ersten Schatz des Tages, für den wir dann beten durften. Wir wollten eigentlich zu einem Musikladen im Königsbau weitergehen, da fiel uns ein Musiker auf, der auf den Stufen vor dem Museum auf einem Horn spielte. Die Beschreibung passte perfekt – das war unser Schatz. Wir warteten bis er sein Stück beendet hatte und sprachen ihn an. Zuerst war er recht ablehnend und das Gespräch war schwierig und zäh, aber mit der Zeit wurde er immer offener. Wir erklärten ihm, was der Unterschied zwischen Religion und der Beziehung mit Jesus ist und konnten ihm von unserem Glauben erzählen. Er war sichtlich berührt von unseren Worten und wir durften für ihn beten. Wir verabschiedeten uns und im Augenwinkel sah ich noch, wie er anfing in verschiedenen Notenbüchern zu blättern. Als wir ein Stück von ihm weggegangen waren, blieben wir vor Erstaunen stehen, denn er fing an ein Lied zu spielen. Und der Titel dieses Liedes war: „Halleluja!“ So hatte sich der Eintrag in Sarahs Schatzkarte „Halleluja“ im Nachhinein erfüllt.

Ulli