Ein “sicherer Raum”

„…wenn das Weizenkorn aber stirbt, bringt es viel Frucht“ (Joh. 12,24)

Vergangene Woche ist ein “Schatz”, um den wir uns gekümmert haben, gestorben! Das Besondere ist, dass er vor einiger Zeit Jesus als seinen liebenden Herrn und Gott in sein Leben eingeladen hat. Gerade in der letzten Woche war ganz offensichtlich, wie auf dieses „Ja“ unseres Schatzes, neues Leben aus Gott geworden ist, das jetzt wie ein Samenkorn Frucht bringt in den Menschen seiner Umgebung. Ich bin tief bewegt.
Warum schreibe ich das?
In letzter Zeit treffe ich immer wieder auf diesen Zusammenhang von Sterben und Leben. Zuletzt auf unserem Leiter-Teamtag am Samstag. Da ist manches angeklungen, z.B.:
Du bist mit hohen Erwartungen in die Schatzsuche gestartet, dann stellst du fest, eine Person in deinem Team ist total destruktiv und „deine“ Schatzsuche löst sich vorzeitig auf.
Oder  deine „Pläne“ für die Schatzsuche auf der Burg in Beilstein platzen, dein Team wird sogar vom Platz verwiesen. Deine Vorstellungen und Pläne „sterben“.
Oder es fällt Dir total schwer, vor einer Gemeinde zu stehen und ohne Script einen Vortrag zu halten. Du „stirbst“ fast vor Anspannung.
Eine Schatzsucherin erzählte von „Ali“, einem Bär von einem Mann, vor dem sie auf einmal stand.
Oder die Menschenschlange in der Apotheke – alle brauchen Gebet – Du „stirbst“ fast bei der Vorstellung, dieser Menge jetzt gleich Gebet im Namen Jesu anzubieten!
Oder Gabriella: Bei einer Schatzsuche wurde sie „gefunden“ und sie hat Jesus ihr Leben übergeben – eine Woche später sterben sie und ihre Kinder bei einem Autounfall!
Ulli hat am Leiter-Teamtag großen Wert darauf gelegt, dass wir uns in einem „sicheren Raum“ bewegen und als Leiter darauf achten, diesen sicheren Raum zu schaffen.
„Sicherer Raum“ ist da, wo die Liebe Gottes regiert; ist da, wo eine Kultur der Ehre gelebt wird; da wo das „JA“ Gottes zu jedem Grundlage ist; da wo es kein „Falsch“ gibt, weil wir ggf. Buße tun und aus Fehlern lernen. Es ist der Raum, wo Leitung gesunde Entfaltung hervorbringt und keine Angst oder Druck aufbaut. Sicherer Raum ist da, wo wir Jesus hinterher gehen (…nicht voraus…).
In diesem „sicheren Raum“ kann man Ängste überwinden und Hürden überspringen.
In dem sicheren Raum kann „Altes“ an mir sterben weil das „Neue“ aus Jesus zum Greifen nah ist.
„…wenn das Weizenkorn aber stirbt, bringt es viel Frucht“ und dadurch wird der Vater im Himmel verherrlicht (s. Joh. 15,8).
NoEl