Irgendwie war heute alles anders

Gott hat uns heute sonderbare Wege geführt. Diese Schatzsuche war nicht so wie die Anderen, sie hatte eine eigene ungewohnte Dynamik; weg von gewohnten Standards. Dennoch fanden wir viele Schätze und hatten richtig gute Gespräche. Wir waren in einem Spielwarenladen und fanden das Schaukelpferd, das auf unserer Karte stand, doch kein eindeutiger Schatz war zu sehen. Wir kamen mit einer Beraterin ins Gespräch und durften dann auch für sie beten. Beim verlassen des Ladens sahen wir, dass die anderen Verkäuferinnen um die Ecke standen um unserem Gespräch zu folgen (wir hatten sie beim Lauschen erwischt) – so hatte sich unter Zeugnis sofort mulitpliziert! Wir kamen dann mit einem Mann ist Gespräch, der eher ablehnend war und am Anfang sogar sehr aggressiv reagiert hat. Doch im Laufe des Gesprächs machte er eine regelrechte Wesensänderung durch und diese Begegnung wurde richtig liebevoll – das hatten wir so noch nicht erlebt. Am Anfang des Gesprächs bezeichnete er sich als der ungläubige Thomas und am Ende versprach er uns in der Bibel zu lesen und darüber nachzudenken. Unsere Karten führten uns später auf den Platz vor der Filmakademie, doch es war kein Schatz weit und breit. Wir hätten einige Situationen “erzwingen” können, doch fehlte uns die Freiheit und wir taten es nicht. Wir standen eine Weile an der nördlichen Seite des Platzes und wussten nicht so recht weiter – und dann kommt meine Nachbarin angelaufen – sie war unser Schatz! In der Seestraße angekommen trafen wir einen eindeutigen Schatz – schon von weitem waren wir uns sicher; sie kam humpelnd aus einem Schuhgeschäft. Wir sprachen sie an und sie war sehr offen. Wir erklärten ihr was wir hier machen und sie schaute mich mit fassungslosen Augen an – diese Augen werde ich nie vergessen. Als ich meine Erklärung beendet hatte sagte sie, dass ich ihr das noch mal erklären soll. Ich hielt ihr meine Schatzkarte hin und begann noch einmal alles zu erklären und sie studierte währenddessen die Karte. Dann sagte sie, mit diesem Unterton des totalen Erstaunens, dass auf meiner Karte zwei Dinge stehen, die ich gar nicht wissen könne. Ich fragte was? Sie meine, Christine und Wasserball. Und diese Augen schauten mich noch fassungsloser an! Sie ließ für sich und ihr Bein beten – überglücklich Schatz zu sein. Voller Freude sagte sie zum Schluss, dass sie das gleich heute Abend ihrem Mann erzählen wird. Zum Ende der Schatzsuche fanden wir dann doch noch den Bärlauch. Helmut hatte Bärlauch auf seiner Karte verzeichnet und wir hielten die ganze Zeit Ausschau, ob nicht irgendwo Bärlauch wächst. Wir waren in der Fußgängerzone und fanden einen Ort, an dem viele Indizien der Karten zutrafen. Wir schauten uns um und mein Blick fiel auf ein Schild, das über einem Laden hing, und da stand mit großen Buchstaben das Wort “Bärlauch”. Wir gingen in den Laden und der war voll von Bärlauch; von Blättern, die in Tüten angeboten wurden, bis hin zu Bärlauchpesto war eine Fülle von Variationen zu finden – wow! Wir durften für die Verkäuferin beten und machten uns dann wieder auf den Weg …
Ulli