Meine erste Schatzsuche

Vergangenen Samstag (09.08.) durfte ich mich als Neuling in das Schatzsuche-Team einklinken. Das war rundherum eine sehr ermutigende Sache. Ulli hatte in seiner Ein- führung gesagt: „…wir haben heute Mittag mit Jesus Spa߅“. Und so war es auch. Zu Dritt sind wir losgezogen. Wir waren ein super Team –jeder hatte den andern im Blick – Uwe hat sehr, sehr angenehm geleitet. Unseren ersten Schatz hatten wir gefunden. Ein Mann im elektrischen Rollstuhl. Er war total ablehnend und wollte die „Polizei“ rufen. Ein weiteres Stichwort auf unserer Schatzkarte, das uns vergewisserte, dass er unser Schatz war. Also haben wir ohne ihn sehr intensiv für ihn gebetet. Weiter geht’s Richtung Kaufhaus. Unterwegs lag eine „Parfümerie“. Dann tauchten zwei Mädels auf, die sehr auffällig geschminkt und gekleidet waren. Normalerweise hätte ich mir niemals vorstellen können, sie anzusprechen. Aber wir wussten: Das sind unsere Schätze. Also sind wir auf sie zu gegangen. Erstaunlich. Alles war von Gott vorbereitet. Birgit traf genau ins Herz. Das Äußere spielte überhaupt keine Rolle. Wir durften für sie beten. Eine dieser wunderbaren Schätze hatte Tränen in den Augen. Im Gespräch waren sie fast bereit, an Ort und Stelle Jesus ihr Leben zu übergeben, wollten diesen Schritt dann aber doch lieber zu Hause machen. Eine der Mädchen war so berührt, dass sie von Birgit in den Arm genommen werden wollte. Unsere weitere Schatzsuche führte uns in den Drogeriemarkt Müller. Konkrete Ortsangabe: DVD- Abteilung –Horrorfilme. Zunächst war kein „Schatz“ in Sicht. Dann doch. Ein junges Pärchen. Er suchte interessiert bei den Horror-DVDs. Wir sprachen sie an. Er wirkte ziemlich verschlossen, seine Freundin offen. Merkmale auf der Schatzkarte passten. Bei ihr sogar der Name. Wir durften für sie beten. Sie war den Tränen nah. Sein ver- schlossenes Gesicht hatte sich auch etwas entspannt. Gesegnet zogen sie weiter. Birgit hatte Abstand gehalten – sonst wäre es in dieser Ecke sehr bedrängend geworden – und konnte in der Zwischenzeit für 2 weitere Schätze beten. Den zweiten hab ich noch miterlebt. Ein 7-jähriger Junge aus Venezuela. Er war stark gehbehindert. Wir spürten im Gespräch, dass er ganz stark Jesus in seinem Herzen hatte. Trotz Behinderung ein richtiger Sonnen-schein. Wir beteten um Heilung. Obwohl wir keine direkte Verbesserung sehen konnten, sind wir sicher, dass er mit dickem Segen und einem fröhlichen Herzen mit seinen Eltern weiter ging. Uwe hatte durch die Schatzkarten den Impuls, dass auch wir selbst „Schätze“ sind. So haben wir uns gegenseitig gesegnet. Eine besondere Bestätigung dazu kam anschließend bei der Shell-Tankstelle (Ortsangabe auf der Schatzkarte). Zunächst war weit und breit kein „Schatz“. Dann ein osteuropäisch wirkender Mann mit seinem kleinen Jungen auf dem Arm. Der Junge hatte ein gelbes Auto in der Hand. Das Auto, nachdem ich Ausschau gehalten hatte. Igor erzählte uns, dass sie orthodoxe Christen seien und sein Junge eine Gebetserhörung ist. Sie waren auf der Durchreise und unter Zeitdruck. Wir beteten in ihrer Abwesenheit. Bei dieser Begegnung fühlte ich mich selber sehr gesegnet: durch die Geschichte von dem Jungen und: eine Flasche Wein (!), die Igor uns schenkte! Ich habe das als starke Bekräftigung unserer vorausgegangenen Segensrunde empfunden. 18.00 Uhr. Alle Gruppen waren wieder zurück. Eine Austauschrunde zum Staunen folgte. Sehr bewegt hat mich auch die in kürzester Zeit entstandene Verbundenheit mit jedem einzelnen Schatzsucher. Ich dachte bei mir: Was für eine starke Truppe in Jesus! Der stärkste Eindruck aber: Jesu Liebe ist so stark geflossen, dass Herzen geschmolzen sind. Alles was wir erlebt und auch von den anderen Gruppen gehört haben, waren Großtaten Gottes!
Norbert