Nürtingen – die Leintücher führten uns zu den Schätzen

Wir waren gerade mal 300 Meter von unseren Räumlichkeiten gegangen, da trafen wir schon unseren ersten Schatz. Einen älteren Mann, der neben einer Kirche stand. Sarah hatte „Eugen“ als Name auf der Karte und da wir auch diese Kirche auf unserer Karte hatten, sprachen wir ich an. Sarah hat´s fast aus den Latschen gehauen – der Mann hieß: „Eugen“. Das Gespräch verlief aber eher mager und so zogen wir weiter – aber es war wichtig für Sara; es war ihre erste Schatzsuche. Dann fanden wir die „Frau mit der Blume in der Hand“ – und es stellte sich heraus, dass es die Frau von „Eugen“ war – und wieder bekamen wir keine Möglichkeit für ein Gespräch, sie waren sehr ablehnend. Beide waren sie Schätze – wow, was für eine Führung. Dann fanden wir den nächsten Schatz, ein Mann der an zwei Krücken ging. Während wir für ihn beteten lief in einiger Entfernung eine Frau mit einer Plastiktüte an uns vorbei. Ich bemerkte eine beginnende Unruhe in Sarah und so kamen wir mit diesem Mann schnell zum Ende. Sarah war jetzt sehr aufgeregt und meinte: Wir müssen unbedingt hinter dieser Frau her, wir müssen sie ansprechen, sie hat Leintücher in ihrer Plastiktüte – das habe ich auf der Karte! Und schon ging sie schnellen und entschlossenen Schrittes los. Sarah hatte mich vor der Schatzsuche gefragt, wie ich zu meinen Worten der Erkenntnis komme. Daraus schloss ich, dass jetzt, trotz der mangelnden Erfahrung, ein mächtiges Wort der Erkenntnis in ihr eingeschlagen sein musste. Wir erreichten das Haus in das diese Frau verschwand; und da die Tür noch offen stand, ging Sarah vorsichtig hinein und rief nach dieser Frau – Fehlanzeige. Dann sah sie mich aufgeregt an und in ihren Augen stand tiefe Entschlossenheit. Sarah begann alle Klingeln zu drücken und sah dann nach oben. Ich dachte: Ich hab ja schon viel erlebt, aber so was noch nicht. Da bin ich mal gespannt was da jetzt kommt. So nach und nach schauten einige Leute aus den Fenstern, u.a. auch die Frau mit der Plastiktüte. Ohne sich vorzustellen rief Sarah zu der Frau hinauf: Sie sind doch gerade nach Hause gekommen! Die Frau bejahte das. Was hatten sie in der Tüte? Die Frau antwortete: Kleider! Sarah knickte ein. Ich wollte die Situation retten und erinnerte mich, dass wir zweimal den Namen „Peter“ auf unseren Karten hatten. Ich rief nach oben: Wer von euch heißt Peter! Der Mann am obersten Fenster rief: Ich! Er lehnte sich jetzt weiter aus dem Fenster und ich sah, dass er einen verbunden Arm hatte – das hatten wir auf der Karte. Dann rief ich: Dann sind sie unser Schatz, könnten sie bitte herunter kommen, wir würden gerne mit ihnen reden! Und er kam tatsächlich herunter. Im Gespräch mit ihm erfüllten sich noch mehr Einträge auf unseren Karten. Da war ein kleiner Junge, der zu ihm gehörte, der hieß „Georg“ – diesen Namen hatten wir auf der Karte und der Mann hatte Probleme mit seiner „Tochter“ – auch das hatten wir auch auf der Karte – diesen „Peter“ hätt´s fast umgehauen! Nach einem längeren guten Gespräch durften wir noch für ihn beten und verabschiedeten uns dann.
Wir gingen weiter bis zu einem kleinen Laden. Dort sage ich: Lasst uns hier Halt machen und uns noch mal über dieses Erlebnis austauschen! Wir waren begeistert über die Situation, die wer gerade erlebt hatten, und kreisten auf unseren Schatzkarten die Begriffe ein, die sich soeben erfüllt hatten – und es waren viele – wow. Da wir eine längere Zeit (in einer gewissen Ausgelassenheit) vor dem Laden verbrachten vielen wir der Ladenbesitzerin und deren Angestellte auf – sie beobachteten uns durch das Fenster. Wir spürten, dass wir in den Laden gehen sollten – nur wir machen wir das – da war nichts auf der Karte was gepasst hätte. Uwe sagte, wir gehen rein und fragen, ob eine der beiden Kopfschmerzen hat – Kopfschmerz war heute die Heilung des Tages. Und so machten wir es. Wir betraten den Laden und wurden sehr herzlich aufgenommen. Kopfschmerzen hatte keine der Beiden, aber es entwickelte sich ein wunderbares Gespräch. Am Ende dieses Gesprächs haben dann beide Frauen ihr Leben Jesus gegeben! Und Sarah fand in diesem Laden dann auch noch die Leintücher – was für eine krasse Führung – danke Jesus!!

Und wir machten uns wieder auf, zum nächsten Ort auf unseren Schatzkarten …
Ulli