Schatzsuche-Kleingruppe…eine Kracherschatzsuche!

Heute war der 2. Abend an dem unsere Schatzsuche-Kleingruppe auf die Straße ging. Schatzsuche-Kleingruppe bedeutet, wir sind ein kleines Team, das sich immer donnerstags trifft, für einander einsteht und Menschen Jesus nahebringt.
Der vorausgegangene erste Abend in Wendlingen war schon ein richtig starkes Erleben. Wir kamen kaum von unserem ersten Ort weg, den wir auf unseren Karten hatten. Alleine an diesem Ort fanden wir 5-6 Schätze, die einfach von sich aus auf uns zu kamen. Und es sollte nicht abreißen an diesem Abend. Selbst der Regen konnte das ganze nicht aufhalten.
Als wir dann heute nach Kirchheim/Teck kamen, waren wir schon wieder direkt an unserem Treffpunkt am ersten richtigen Ort, um Schätze zu finden. Wir haben kaum die Einführung geschafft – ein Schatz nach dem anderen kam vorbei und wir sagten uns, wir fangen jetzt so schnell wie möglich an. So war es auch und unsere ersten Schätze kamen auf uns zu. Ca 10 Jugendliche die Alkohol kauften und eine Party starten wollten. Wir durften allen erklären, dass Gott sie lieb hat und durften in ihre Leben sprechen. Fast die Hälfte davon war sichtlich berührt und sie gingen gesegnet weiter. Wir drehten uns um und gingen ein paar Schritte, dann sahen wir schon unsere nächsten Schätze. Wieder eine Gruppe. Dieses Mal allerdings schon total betrunkene und pöbelnde Herren, auf die so Einiges von unseren Karten passte. Wir überlegten uns kurz, ob wir überhaupt hin sollten. Dann: einer winkte uns zu. Okay wir gehen, wenn sie uns schon rufen.
Es entwickelten sich einige sehr gute Gespräche. Viele waren auf der Suche und haben aufmerksam zugehört – im Hintergrund sah ich immer wieder im Augenwinkel Geschupse und Gepöbel. Dann, die ersten ließen für sich Beten und es wurde friedlicher. Als ich dran war, für mein Gegenüber zu Beten, belästigte schon wieder ein Betrunkener eine Teamkollegin. Sie reagierte ganz taff, Abstand halten. Ich entschloss mich, dass meine Teamkollegin für mein Gegenüber beten sollte und ich kümmerte mich um den Betrunkenen. Als ich kurz rüber schaute, beteten Esther und Emily schon für den Mann, der augenblicklich von seinen Schmerzen geheilt wurde! Yeah, danke Jesus. Nach einer verkorksten OP hatte er über Jahre Schmerzen und war nun befreit. Nun fing mein Gegenüber an zu spinnen und meinte, er würde jetzt gleich in fünf Minuten sterben. Oh Mann, was sollte das jetzt werden? Okay, sollen wir einen Arzt rufen? Nein, das hätte er wohl öfter …
Wir wollten so langsam weiter und verabschiedeten uns. Plötzlich sprang unser “Sterbender” auf und wollte uns nicht gehen lassen. Wir gingen mit ihm ein paar Meter zur Seite und dort übergab er in einem Gebet Jesus die Herrschaft über sein Leben! Kurios war: er konnte zunächst nicht aussprechen, was wir ihm vorgebet hatten. Es war, als ob eine Macht ihn zurückhalten würde. Esther und ich sind dem im leisen Gebet entgegengetreten und auf einmal kamen ihm die Worte ganz leicht über die Lippen. Sein ganzer Geschichtsausdruck veränderte sich und war ganz fröhlich! Wow, was für ein Kampf – danke Jesus!
Manu