Und Gott hatte eben doch was vor…

Heute Morgen bin ich mit plötzlichen Halsschmerzen und Fieber aufgewacht. Die ganze Zeit habe ich hin und her überlegt, ob ich auf die Arbeit gehen solle oder nicht. Ich kann doch nicht schon krank sein, bin doch erst neu in der Firma, überlegte ich. Immer wieder kam diese Stimme „Bleib zuhause.“ „Ich bin aber schon angezogen“, diskutierte ich. Dann saß ich im Auto. Selbst im Auto kam die Stimme „Kehr um. Jetzt kannst du noch umdrehen.“ „Wieso soll ich jetzt umdrehen?!“ Ich fuhr weiter. Etwas später kam eine Kreuzung. Jetzt sagte mir meine innere Stimme: „Hier ist doch die perfekte Chance umzudrehen. Letzte Chance. Entweder du drehst jetzt um oder du lässt es ganz bleiben.“ „Nein, ich fahr jetzt auf die Arbeit. Bin schon auf halbem Weg…Oh Herr, bitte mach du, dass das jetzt keine falsche Entscheidung war“, betete ich. „Und gib mir Kraft für die Arbeit. Und wenn ich mich jetzt falsch entschieden habe, dann sei mir bitte (trotzdem) gnädig.“ …Irgendwie ging die Arbeit rum. Die Schmerzen waren unverändert. Zuhause angekommen wurden sie stärker. Ich betete übers Telefon mit einem Freund. Es half nichts. Ich gurgelte und schluckte Tabletten. Keine Veränderung. Ich betete übers Telefon mit Rudi ausm Schatzsucheteam und auch das half nicht. „Was ist hier los, Gott? Es hilft alles nichts!“ Dann waren sie so stark, dass ich fast heulen musste. Von 9,6 kletterten sie auf 9,8. Und ich sah die 10 schon vor meinem inneren Auge… „Geh zum Arzt“, sagte die Stimme. „Ja, ich halte es nicht aus. Ich gehe zum Arzt!“, innerlich schrie ich das fast. (Man muss dazu sagen, dass ich mir schon überlegt habe, was ich mache, wenn der Arzt mich krank schreibt. Macht einen schlechten Eindruck, wenn man frisch eingestellt wurde…) Als ich die Sprechzeiten abcheckte, hatten sie jedoch Mittagspause. „Ok, ich geh danach….Falls ich danach überhaupt noch gehen muss“, dachte ich….Ich war gerade dabei Youtube-Videos anzuschauen, weil ich nicht schlafen konnte, als die Schmerzen unerträglich wurden. „Jetzt reicht es!“ Also zog ich mich an und ging los. 10 Meter vor dem Arzt zückte ich meine Schatzkarte von Samstag und las den Namen Petra und schaute noch einmal auf meine Schatzkarte. „Feder im Haar“ war auch noch nicht erfüllt gewesen. „Gott, willst du mir jetzt sagen, dass ich eine Petra treffe, die eine Feder im Haar hat oder wie? Schickst du mich jetzt deswegen da hin? Ich merke, dass du was vorhast!! Also Gott, wenn ich jetzt eine Petra mit einer Feder im Haar treffe, dann haut es mich um!“…Ich betrat das Gebäude und stellte fest, mein Arzt ist weg. „Ja, wo ist er denn hin? Er kann doch nicht einfach verschwunden sein?! Ich gehe hier schon seit Jahren zum Arzt.“ Doch die netten Damen und Herren von der Stadtverwaltung antworteten: „Den gibt es nicht mehr. Schon seit einem halben Jahr nicht mehr… Hat sich aufgelöst… Und jetzt haben wir die Räume…“ Ich war verdattert! Wo sollte ich jetzt zum Arzt? Auf Rumsuchen hatte ich weder Kraft noch Lust. „Ach dann gehste halt in die Apotheke, die ist ja gleich drunter und die Apothekerin soll dir was Starkes geben!“, dachte ich bei mir. Gesagt getan. Die Apothekerin beriet mich und während sie sich so mit mir unterhält, sehe ich ihr Namensschild: „Petra Seifert“ (Nachnahme geändert). Ich schaue noch einmal hin. Da steht tatsächlich Petra!„Aaaaahhh Gott!! Und was soll ich jetzt sagen?! Ich bin hier doch ganz allein. Keiner von meinem Team ist hier. Und was willst du ihr jetzt sagen?…“ Ich bin unheimlich nervös geworden. Dann kam ein anderer Kunde. Eine Kollegin von Petra versorgte ihn und beide verschwanden sie wieder. Ich unterhielt mich weiter mit ihr und nahm dann meinen ganzen Mut zusammen und sagte ihr, was ich seit heute morgen erlebe und dass Gott mir sagte, ich werde eine Petra treffen. Dann zeigte ich auf die Kreuzung, die man durch das Fenster sehen konnte. „Da schauen Sie. Da an der Kreuzung, da kurz vor der Ampel sagte mir Gott, dass ich eine Petra treffen werde. Das war vor keinen 5 Minuten!“ Und dann zeigte ich ihr ihren Namen auf der Schatzkarte und erklärte ihr die Schatzsuche. Sie war überrascht, aber hörte zu. Mein Herz klopfte. „Gott liebt Sie und will Sie beschenken“, sagte ich ihr. „Kann ich für Sie beten?..Sind Sie auch Christ?“ Ich redete viel zu schnell, weil ich so nervös war. Ja, sie ist auch Christ und ihr Neffe hat sich am Sonntag taufen lassen. Er sei erst 12 Jahre alt. Ich freute mich darüber und durfte dann für sie und ihre Familie beten. Sie wiederum freute sich über das Gebet und bedankte sich bei mir. „Das haben Sie schön gesagt“, sagte sie. Ich gab ihr dann noch unsere Visitenkarte und meinte, sie könne ja mal auf die Homepage gehen und lesen, was wir so mit Gott erleben.“ Sie meinte, dass sie das mal machen würde und wir verabschiedeten uns. Dann verließ ich die Apotheke und sie arbeitete weiter.

Auf dem Heimweg ging mir das alles durch den Kopf. Ich war perplex (auch wenn ich schon lange Schatzsuche mache). Eine Feder im Haar hatte sie nicht gehabt, aber auf meiner Schatzkarte stand neben der Feder „Umhang“. Ja, sie hatte definitiv einen Apothekerkittel an!

Das war mal wieder der Beweis! Danke, Vater Gott, dass man Schatzsuche auch im Alltag machen kann!! Du bist voller Überraschungen! Ich liebe dich!
Simone