Und zum Schluss fanden wir den Mann in Lederhosen

Auf unseren Schatzkarten hatten wir Braut, Hochzeitstag, Schloss und Torbogen verzeichnet. Also machten wir uns auf den Weg um das Alte Schloss, weil wir wussten, dass es an zwei Seiten Torbögen gab. Auf der Ostseite trafen wir dann unseren ersten Schatz. Wir erkannten ihn am blau-weiß-gestreiften Shirt. Es war die Frau eines jungen Paares, für die wir dann beten durften. Wir zogen dann zum Haupteingang weiter und schauten durch den Torbogen in das Innere des Schlosses und … dort stand die Braut! Wir sind daraufhin in den Hof des Schlosses gegangen, fest entschlossen für die Braut – unseren Schatz – zu beten. Vor dem Brautpaar war eine große Schlange von Gratulanten. Als wir an der Reihe waren und dem Brautpaar unsere Schatzkarten zeigten und von unserer Schatzsuche erzählten, waren sie ganz angetan. Die Braut war überglücklich, sie war nicht nur Braut sondern auch Schatz! Wir durften für beide beten und wir segneten die Ehe im Namen Jesu. Wir brachen dann Richtung Fußgängerzone auf, denn Simon hatte einen Turm mit Uhr aufgezeichnet und der sah aus wie der Turm des Hauptbahnhofs. Susanne hatte die Eintragung „Königstraße 85“ und diese klare Aussage machte uns dann neugierig. Wir beschlossen also zuerst zu dieser Adresse zu gehen. Auf dem Weg dorthin fanden wir viele Schätze für die wir beten durften: Die junge Frau im schwarzen Oberteil neben dem Schmuckladen bei den „Orangen“; die Frau die mit dem Roller unterwegs war; der Mann mit schwarzer Brille beim Maredo; die Frau im Rollstuhl in der Passage mit dem Brautbild; die Frau im grob gestrickten gelben Oberteil im Handyladen. Als wir dann ganz oben an der Königstraße ankamen, erkannten wir, dass Simon nicht den Turm des Hauptbahnhofs gezeichnet hatte, sondern den Turm des Wilhelmsbaus; wir waren also genau richtig, denn dort fanden wir beim C&A, Kino und Schmuckladen und den „echten“ Orangen, den Mann mit der Lederhose und den auf der Seite geschnürten Schuhen. Die Königstraße 85 fanden wir nicht – aber die Suche danach hat uns auf die richtige Fährte zu unseren Schätzen gebracht.

Ulli