Was man so alles in drei Stunden erleben kann

Wow! Was für ein erlebnisreicher Abend!! Was man so alles in drei Stunden erleben kann!

Es begann alles damit, dass Susanne und ich einen jungen Mann gesehen haben, der mit zwei Krücken vor uns lief, als wir für Ulli und Sarah und dem Mann mit “Schachbrett-T-Shirt” gebetet hatten. Wir sprachen den Mann mit Krücken an. Er war mit zwei anderen unterwegs, die schon vorausgelaufen sind, schnell wollte er hinterher und lies uns stehen. Ich wußte nicht, ob wir jetzt hinter ihm hergehen sollen. Susanne meinte nein und so blieben wir stehen und sahen ihm nach. Er holte sie ein und sie blieben alle stehen, dann drehten sie sich um und liefen in unsere Richtung wieder zurück. Das sahen wir als Zeichen ihn noch einmal anzusprechen. Obwohl er wackelig auf den Beinen war, gab er mir trotzdem die Hand als Zeichen, dass ich für ihn beten darf, was ich dann auch gemacht habe. Wir sagten ihm noch, dass Jesus ihn liebe- trotz aller Schmerzen und sprachen Gutes über ihn aus. Dann verabschiedeten wir uns und liefen zu den anderen im Team zurück. Plötzlich sprach uns ein Mann namens Rafael an. Er meinte, er hätte gesehen wie wir für diesen Mann gebetet haben. Jetzt sprechen uns schon Menschen an, wenn sie SEHEN, dass wir für andere beten!! Es stellte sich heraus, dass er auch von unserer Gemeinde ist. Wir kannten ihn aber nicht und er uns auch nicht. Er sagte, er finde es gut, was wir machen. Wir durften dann auch noch für ihn beten. 🙂
Wir gingen weiter und ich spürte einen gewissen Unmut und Unruhe in mir. Ich wusste nicht genau, wo dieses Gefühl herkam und was es genau war. Ich betete zu Gott um Befreiung. Wir liefen dann weiter zur Tankstelle und zum Cannstatter Volksfest. An der Tankstelle, bei der Blumensäule in der Nähe von der „Wilden Maus“ und dem Bäcker- unser nächster Ort auf der Schatzkarte- fanden wir den Mann in der Lederhose und ….Susanne fragte, wer ihn mit ihr von vorne anschauen will. Sie müsse wissen, ob er dieses karierte Hemd anhatte, das sie zu der Lederhose auf die Schatzkarte geschrieben hatte. Dann verabschiedete sich der Mann auf einmal von dem anderen, mit dem er gerade im Gespräch war und drehte sich um. Er hatte dieses karierte Hemd an!! Sofort sprachen wir unseren Schatz an, er hieß Mohammet, und durften für ihn beten! Er war sehr freundlich und offen. Obwohl er Moslem war, bedankte er sich sehr für das Gebet. Seine Freundlichkeit ermutigte mich sehr und aller Unmut und Unruhe verschwand ab dem Moment!! Halleluja!
Ich hatte rotes Dirndl mit weißem „Kragen“ aufgeschrieben und dazu rote Schuhe. Wir sahen sehr viele Frauen mit rotem Dirndl, aber entweder war es nicht das richtige Rot oder es haben die roten Schuhe gefehlt. Wir gingen also weiter. Plötzlich sah ich den Mann im grün, weiß karierten Hemd, das ich aufgeschrieben hatte. Susanne und ich gingen zu ihm hin. Er hieß Frank und als wir ihm sagten, dass wir Christen seien, sagte er: „Ich auch!“ Er erzählte, in welche Gemeinde er gehe und dass er zu Jesus gehöre!! Ich war begeistert!! Alles hätte ich erwartet, aber nicht, dass ich aufm Wasen einen Bruder im Glauben treffe!! Er meinte, er sei mit 12 Leuten hier und 40% davon seien Christen!! Ich war sprachlos! Wir durften für seine Tochter beten und er küsste uns zum Abschied. Dieses Erlebnis hat mich noch mehr bestärkt und mich mit viel Freude erfüllt!
Keine 50 Meter später, sah ich einen Mann und rief: „Da ist die Feuerwehr! Ich habe sie aufgeschrieben!“ Ich sagte das eigentlich zu meinem Team. Das hörte aber der Feuerwehrmann und schaute mich an. Er lief schon fast zu uns und ich ergriff die Gelegenheit. Der Mann hieß Marcel und war eindeutig unser Schatz. Wir erzählten ihm von der Schatzsuche und als wir ihn fragten, ob wir für ihn beten dürfen, bejahte er. Als wir beteten, bekam er Tränen in den Augen und war sehr berührt. Er fand es sehr toll, was wir machen. Wieder eine tolle Begegnung!! Und das mitten auf dem Wasen!! Dann liefen wir weiter. Plötzlich meinte Susanne, dass da die Schießbude und das WC-Schild wäre, das sie aufgeschrieben hatte. Wir wollten aber zur Wahrsagerin, weil das Susanne auch aufgeschrieben hatte, also zogen wir weiter. Nur 15 Meter später sah Sarah eine junge Frau mit diesem bestimmtem roten Dirndl mit weißen „Kragen“ und roten Schuhen. Wir gingen also wieder zurück und sprachen sie dann bei der Schießbude an. Sie war mit drei anderen unterwegs und war angetrunken. Als ich erzählte, dass sie unser Schatz sei, freute sie sich und fragte, ob sie bei uns etwas gewinnen könne. Vielleicht. 😉 Als wir ihr dann erzählten, dass wir Christen seien, lachte ihre Freundin laut auf. Bei der Frage für was wir für sie beten können, sagte ihr Freund für die Abiprüfungen und gegen den Rausch. Während unseres Gebets waren alle vier ruhig und hörten aufmerksam zu! Toll! Sarah, die etwas abseits stand und alles beobachtet hatte, meinte später zu uns, dass die Vier sehr positiv dem Glauben gegenüber gestimmt waren und dass sie alles sehr ernst gemeint haben. Ich bestätigte es und meinte, dass es auch sehr oft so ist, dass dann die Begleitung der Schätze die Schätze von uns „wegziehen“. Und in diesem Fall blieben alle stehen und wollten es alle hören!
Vor der Wahrsagerin angekommen, beteten Sarah und ich noch für Susanne. Danach stellten Susanne und ich uns bei der Wahrsagerin an und betete und sprachen das Reich Gottes über sie aus. Dann waren wir dran. Susanne meinte nur, dass sie nicht ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte, sondern ihr etwas sagen möchte. Und noch bevor sie weitersprechen konnte, fiel die Wahrsagerin ihr ins Wort„Ihr seid Kinder Gottes oder? Ja, das seid ihr! Es waren schon 40 von euch da! Verschwindet!!!“ Ich fragte: „War das alles heute? Haben Sie heute 40 Personen angesprochen?“ „Nein, letzte Woche ein paar und vor paar Tagen ein paar und gestern und ich wurde auch schon gesegnet. Das volle Programm also! Ich brauche euch nicht!! Verschwindet!“ Ich sagte ihr, dass Gott sie will, sie solle mal darüber nachdenken und lachte freundlich und ging. Wir gingen also wieder und ich war der fröhlichste Mensch der Welt!! Ich habe mich noch nie über einen Rausschmiss so gefreut wie über diesen!! Haha! Gott hat schon Personen zu ihr geschickt! Gott ist voll an ihr dran! Das war nur ein Teil der Freude. Ich dachte kurz darüber nach, warum ich mich eigentlich so freute- wie gesagt, ich verspürte eine gigantische Freude in mir! Das war der Hammer! Dann kam ich auf weitere Gründe: Der Grund war, dass mir aufgegangen ist, dass Gott genau solche Leute zu großen Menschenfischer machen wird. Der Rausschmiss war für mich der eindeutige Beweis: es dauert nicht mehr lange und sie bekehrt sich!! Und danach wird sie Gottes Reich genau so leidenschaftlich verkünden wie sie ihn jetzt abwehrt- das war bei Paulus auch so! Ich erzählte es den beiden anderen und Sarah meinte, dass diese Freude, die ich in mir spüre, der Heilige Geist sei. Wir haben Paulus II gefunden- na besser gesagt: Pauline oder Paula!:-)

Simone