Wenn man Geschichten erfinden wollte

Wenn man Geschichten erfinden wollte, dann würde man alles Andere schreiben, aber nicht so eine, die wir heute erlebt haben. Wir sind vom Kunstmuseum in Richtung Königstraße 32 gegangen, denn das war die erste Ortsangabe auf unseren Schatzkarten. Doch dann erinnerten wir uns an die blauen Eimer, die wir schon vom Fenster des Museums aus gesehen hatten. Lasst uns zuerst zu den blauen Eimern gehen, sagte ich, und wir machten uns auf den Weg über den Schlossplatz zu einem Stand von Tierschützern. Die hatten dort Kreuze aufgestellt, die in blauen, mit Sand gefüllten Eimern steckten. Dann war da ein großer Stoffhund, der war mit roten Grablichtern umstellt; und dort war auch die Frau mit der roten Jacke und der blauen Hose und der grauen Wollmütze. Das war wieder so eine eindeutige Situation, in der sich viele Eintragungen unserer Schatzkarten erfüllten. Die Frau war überwältigt und sehr offen, sie war auch Christin, und wir durften für sie beten. Als wir uns verabschiedeten, sagte sie, dass sie jetzt Gänsehaut hätte und sie schüttelte sich richtig. Sie wurde durch die Begegnung sehr gesegnet. Nachdem wir einige Orte angelaufen hatten, und dort unseren Schätzen begegneten, kamen wir am Marktplatz an. Wir suchten auf dem Marktplatz, am Brunnen, eine Stelle, an der man erkennen könnte, dass hier ein “kanalisierter Bach” fließt, denn den hatte Ben auf seiner Karte. Aber wir konnten kein Indiz finden. Interessant ist, ich wusste, dass unter dem Marktplatz und dem Breuninger ein kanalisierter Bach fließt, der Nesenbach; Ben wusste das nicht, hatte es aber trotzdem auf seiner Karte so eingetragen. Er hatte auch noch Untergeschoss als Eintragung und so beschlossen wir, den Breuniger zu betreten und dort im UG den Nesenbach zu suchen – dort musste ein Schatz auf uns warten. Wir gingen durch verschiedene Verkaufsräume, aber kein Bach weit und breit. Cornelius sagte schmunzelnd: Wir sind schon verrückte Leute, suchen am Samstagnachmittag einen Bach in einem Gebäude! Ben hatte dann über das Internet die genaue Lage des Baches herausgefunden und wir sind dann ganz auf die andere Seite des Gebäudes gegangen; aber der Bach war nicht zu sehen. Wir waren jetzt an Glastüren angekommen, die zur Unterführung B14 und Hauptstätter Straße führen. Dort hatte der Boden ein Muster und Ben hatte genau dieses Muster auf seiner Schatzkarte skizziert; und als wir diese Passage betraten war da auch noch der Chinesen-Laden, den wir auf der Karte hatten. Wir hielten nach unserem Schatz Ausschau und dann kam er auch schon angelaufen, eine Frau mit roten Haaren und weißen Schuhen. Sie war in Begleitung eines Mannes, der humpelnd an Krücken ging. Wir sprachen sie an und die Frau war sehr ablehnend – der Mann das krasse Gegenteil. So kamen wir mit dem Mann ins Gespräch und er berichtete uns, dass er eine Operation hatte, ihm wurde ein Tumor aus dem Kopf entfernt, und seit dem kann er nicht mehr richtig gehen und benötigt Gehhilfen. Wir erzählten ihm von unserem Glauben und er wollte dann Gebet für Heilung haben. Susanne fragte ihn nach seinem Namen und er sagte Uli – das hatte Susanne auf ihrer Karte. Er war jetzt sehr beeindruckt und auch die Frau verließ immer mehr ihre ablehnende Haltung. Ich betete für Heilung und Wiederherstellung (Ben sah im Geist, dass Feuer vom Himmel fällt – das hatte ich auf der Karte) und proklamierte den Sieg Jesu über ihm. Susanne erklärte ihm dann noch, wie man sich für Jesus entscheidet und nachdem wir sie ins GospelForum eingeladen hatten, verabschiedeten wir uns. Wir sind dann zu  einer nahe gelegenen Rolltreppe gegangen und fuhren nach oben. Oben angekommen, sah ich einen Polizisten, mit einer giftgrünen Warnweste, der auf einem Motorrad sitzend, eine Demonstration beobachtete. Er stand genau über der Stelle, an der wir gerade im UG gebetet hatten – den hatte ich so auf meiner Karte! Ich sagte zum Team, lasst uns noch einmal zusammenstehen und für diesen Mann beten – und das taten wir dann. Während wir noch einmal den Sieg Jesu über diesem Mann proklamierten, sah ich im Augenwinkel ein junges Ehepaar mit Kind an uns vorbeigehen und sie blieben dann einige Meter neben uns stehen. Als wir fertig gebetet hatten, sprach uns der Mann an und fragte: Habt ihr grad gebetet; seid ihr Christen? Wir sagten ihm, dass wir Christen sind und dass wir uns gerade auf einer Schatzsuche befinden. Beide machten große Augen und sagten: Wir sind auch Christen und sind auch auf Schatzsuche! Und holten ihre Schatzkarten aus der Tasche … Nach dieser kuriosen und meisterhaften Wegführung haben wir uns dann in Richtung Kronprinzstraße orientiert und auf dem Weg dort hin hatten wir noch in der Marien-Passage eine starke Begegnung mit drei muslimischen Männern. Am Parkhaus Kronprinzstraße angekommen suchten wir ein Auto mit der Nummer S-AM …, denn beim Ausfüllen meiner Karte sah ich mich im Geist dort am Parkhaus stehend und da fuhr ein Auto mit dieser Nummer in die Einfahrt. Als wir das Auto nicht fanden, beschlossen wir in das Parkhaus zu gehen um dort weiter zu suchen. Jetzt waren wir schon wieder im Untergeschoss unterwegs und es dauerte nicht lange und wir fanden den schwarzen BMW mit der Nummer S-AM …! Da kein Fahrer zu sehen war, schrieb ihm Susanne einige Zeilen und wir klemmten diese Botschaft zusammen mit einer GospelForum-Einladung und einer Predigt-CD von Reinhard Bonnke unter den Scheibenwischer.

Ulli

Jesus, Du bist ein Meister Deines Faches; es ist krass und macht Spaß für Dich unterwegs zu sein – was bist Du für ein guter Gott!  :))